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Sonntag, Oktober 25

Mit dem Auto Vollgas in ein Hindernis!

Ja, man kann wirklich sehenden Auges gegen ein Hindernis fahren - und nichts passiert! Allerdings nur, wenn man das bei einem Fahrsicherheitstraining macht! Dieses ist zwar schon etliche Wochen her, aber immer noch erwähnenswert, weil zeitlos und natürlich auch empfehlenswert für alle Autofahrer.

Es war im September, als meine Frau und ich uns zu einem einem Fahrsicherheitstraining für Senioren beim Fahrtechnikzentrum des ÖAMTC (Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club) angemeldet und kurze Zeit später dann auch gemacht haben. Lerne Deine Grenzen und die Deines Fahrzeugs kennen, lautete also das Motto des Tages

Zu Beginn gab es - als wichtige Vorstufe - den theoretischen Teil. Dann gings ans Eingemachte, die Praxis auf der Piste, die jeder Teilnehmer im eigenen Auto durchführen musste. Irgendwie logisch! Nachdem wir zuerst bei den Hütchen ein wenig Slalom fuhren lernten wir bald darauf den Bremsweg unserer Autos kennen. Die Formel dazu ist ganz einfach: Geschwindigkeit x Straßenverhältnisse x Reaktionsfähigkeit ergibt den Bremsweg. Und da gab es dann schon die ersten Überraschungen! Auch in Punkto Reifen!

Eine Übung bestand darin, vor einem Hindernis rechtzeitig zu bremsen. Wobei unser Glück war, dass die Hindernisse aus Wasserstrahlen waren, die allerdings zu den ungünstigsten Momenten aus dem Boden kamen. Wobei ich bald merkte, dass es mir zumeist sehr gut ging, aber nicht immer. Z.B. als es darum ging vor einem plötzlichen Hindernis richtig vorbeizufahren. Einmal links, einmal rechts, je nachdem wo das Wasser plötzlich hochschoss. Einmal lag ich daneben. Dabei hätte ich nur auf meine Frau achten müssen, die mit ihrem roten Flitzer alles richtig gemacht hat!

Nachdem ich bereits einmal so ein Training absolvierte hatte freute ich mich schon (mit Bauchkribbeln) auf das Highlight - die heimtückische Schleuderplatte stand am Plan. Das bedeutet, dass während der Fahrt plötzlich das Heck ausbricht und du das Auto so schnell wie möglich in die Spur bringen musst.

Es wäre unsinnig hier auf alle Details einzugehen, daher habe ich etliche Übungen in einem Video zusammengefasst. Man sieht und spürt hier ein wenig den Reiz, den so ein Tag bei den Teilnehmern hinterlässt!
 


Es ist also naheliegend, dass der Tag meiner Frau und mir viel Spaß bereitet hat. Was aber noch wichtiger war, war der Lerneffekt aus dem Training. Man lernt das Auto besser kennen und lernt besser zu reagieren. Großes Lob gilt dem Trainer, der auch im Auto mittels Funk immer dabei war. Sogar bei den Fehlern (die jeder von uns machte) fand er Worte die einem Lob sehr ähnlich waren, die Art wie behutsam er seine Korrekturen verpackte klang sehr motivierend. Vielen Dank an dieser Stelle!

Conclusio:
Man sollte das Geld nicht scheuen (kostet eh nicht viel) und so ein Training in regelmäßigen Abständen machen. Also nicht nur bei zunehmendem Auto, sondern vielleicht auch, wenn man wieder einmal ein neues Auto hat (die können ja immer mehr). Oder wenn einem bestimmte Verkehrssituationen oder Straßenverhältnisse nicht behagen. Ich fahre nachts z.B. ungern und Schneefahrbahnen mag ich noch immer nicht, obwohl wir jeden Winter genug davon haben. Man lernt besser damit umzugehen. Es lohnt sich!

Sonntag, August 28

Unterwegs mit der GyrocoptAir!

Es scheint so, dass ICH in unserer Familie derjenige bin, der für die Umsetzung der "Sonderaufgaben" auserwählt wurde. Damit meine ich z.B. Dinge wie Tandemflug, Ballonfahrten, Marathon laufen, in den (sehr kalten) Turrachsee springen, oder sonstige Schmankerln, die eher selten auf einer normalen Tagesordnung stehen. Diesmal galt es mit einem "Ultraleicht-Flieger" abzuheben und das Geburtstags-Geschenk meiner Töchter einzulösen, der Flug mit dem Tragschrauber (auch Gyrocopter genannt) mit Pilot Armin Leitgeb stand kürzlich am Programm!

Keine Ahnung zu dem was mich erwartet begab ich mich also bei traumhaft schönem Wetter zum kleinen Flugplatz Mairist, in der Nähe der mächtigen Burg Hochosterwitz. Bald kam auch Armin, der sogleich das einigermaßen ungewohnt anmutende Flugzeug (?) aus der Garage holte. Nach dem was ich zuvor gelesen hatte scheint es sich beim Tragschrauber um ein einzigartiges Fluggerät handeln, Dieser ist, so habe ich mich zuvor eingelesen, halb Hubschrauber, halb Flächenflugzeug und angeblich sehr sicher. Angst hatte ich aber sowieso keine!

Nach kurzen Instruktionen ging es los, wobei der Flug eine Stunde dauern (eine gute Entscheidung) und bei offener Kabine erfolgen soll. Alles andere wäre bei dem Wetter eine Sünde gewesen. So ging es also gleich zum Wörthersee, Diesen von oben zu sehen war atemberaubend. Wie traumhaft schön Kärnten doch ist! Dass wir dann das neue Wahrzeichen Pyramidenkogel umrundeten war ein besonderes Highlight. Auch für die Besucher, die gerade den Aussichtsturm besuchten und winkten!

Weiter ging es zum Faaker See, wo wir zufällig gerade den Start des Triathlons von oben erlebten. Auch interessant! Dann war es (leider) an der Zeit eine Kurve zu drehen und an Villach und Landskron vorbei hin zum Ossiachersee und über das Glantal Richtung Heimat zu fliegen. Nach Feldkirchen bediente ich bis St. Veit das Steuer, was besonderen Spaß bereitete. Dann aber übernahm der Kapitän wieder das Kommando und zeigte mir meine Heimatstadt von oben. Natürlich umflog er zum Abschluss auch mehrmals unser Wohnhaus, welches ich erstmals aus einer ganz anderen Perspektive sehen durfte! Nach einer sicheren Landung erwarteten uns meine Frau, mit älterer Tochter und Hund. Mit einem kleinen Schluck Sekt begossen wir den wunderbaren Flug, der ruhig ein wenig länger hätte dauern können.

In Summe waren wir etwas mehr als eine Stunde und im Schnitt mit ca 100 km/h unterwegs und flogen dabei 110 Kilometer (siehe Link). Abschließend ein herzliches Danke an meine Familie für das tolle Geschenk und danke an Kapitän Armin Leitgeb für den unglaublich schönen und sicheren Flug und die Auswahl der beeindruckenden Strecke. Mit dir zu fliegen war ein nachhaltiges Erlebnis, welches ich an dieser Stelle gerne weiter empfehle! Noch schöner geht's ja kaum!

Auf den Link zum Flugunternehmen verweise ich gerne noch einmal - nämlich  HIER!
In Ruhe durchblättern kann man alle Fotos HIER!
Etwas intensiver geht es in meinem nachfolgenden Video. Guten Flug!




Zusätzlich zeige ich den Flug noch auf der Karte von oben

Donnerstag, August 8

(M)ein Tag als Harley-Fahrer!

Vor knapp zwei Jahren bin ich unter die Motorradfahrer gegangen und streife seither mit meiner Yamaha Virago (leider viel zu selten) durch meine Heimat. Ein Chopper-Modell und gerade richtig für ältere Herren wie mich! Trotzdem ist es für viele Männer der absolute Traum einmal im Leben mit einer Harley zu fahren, oder diese sogar zu besitzen. Der zweite Wunsch bleibt noch immer ein Wunsch, aber der erste ging dieser Tage in Erfüllung! Denn Christian, der Freund meiner in Graz lebenden Tochter Iris arbeitet bei dieser Firma und gab mir einen guten Tipp ...!

Harley-Davidson Graz veranstaltet mehrmals im Jahr ein so genanntes Wiedereinsteiger-Training für Motorradfahrer. Wie der Name schon sagt findet sich die Zielgruppe unter jenen Personen die wenig (wie ich) bis gar nicht Motorrad fahren, daher auch (zu) vorsichtig und unsicher unterwegs sind und ein wenig Nachhilfe benötigen.

Acht gestandene Mannsbilder versammelten sich also am ersten Samstag im August vor dem "Clocktower" in Graz um die Anmeldeformalitäten zu erledigen und Bekleidung und Helm auszufassen. Chef Alex erklärte den Ablauf und dann wurden wir in einigen Autos zum (riesigen) Trainingsgelände der Fahrschule "Roadstars" gebracht, wo bereits die unterschiedlichsten Harley-Modelle für uns zur Verfügung standen. Bereit gestanden sind auch Fahrlehrer und Teammitglieder von Harley-Davidson Graz, die uns in der Folge tatkräftig unterstützten!

Lässige Trainingseinheiten (© Chris von HD Graz)
Der Einstieg ins Training begann mit theoretischen Informationen; wie verhalten sich Motorräder unter welchen Bedingungen, auf was ist zu achten uvm. Dann schnappte sich jeder ein Motorrad, ich z.B. die Softail Slim. Zuerst fuhren wir einzeln vor, dann übten wir Bremsmanöver, Kurven fahren, Achterbahnen und vieles mehr. Da ich mit der großen Maschine nicht ganz zurecht kam, wechselte ich später auf die Sportster 883 Iron. Das war für mich besser und ich fühlte mich sicherer. So ging es den ganzen Vormittag dahin, der sehr abwechslungsreich und kurzweilig verlief. Einziges Manko - es war extrem heiß und in der dicken Motorradjacke sowieso. Dies auch deshalb, da das Training naturgemäß mit vielen stop & go's verbunden war.

Zu Mittag gab es eine feine Verpflegung und ein Gruppenfoto aller Teilnehmer. So gestärkt ging's dann zur Königsdisziplin des Tages - der gemeinsamen Ausfahrt. Mit Begleitpersonen donnerten zwölf Harley's rund um Graz. Auf Neben- und Bergstraßen, in Serpentinen und auf Schnellstraßen, bis wir am Nachmittag wieder beim Clocktower ankamen und Bekleidung und Motorräder zurück gaben - leider! Zurück blieb ein erhabenes - oder salopp formuliert - ein geiles Gefühl. Ein unvergesslicher Tag war zu Ende!

VIELEN DANK und großes Kompliment an das HD-Team Graz, den Fahrlehreren von Roadstars
und an "Schwiegersohn" Chris, der mich dazu motiviert und an dem Tag persönlich und moralisch begleitet hat!

Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto mit Teilnehmer und Betreuer mit mir in der Mitte (© Chris von HD Graz)

Mittwoch, August 31

I can fly ...!

Na ja, nicht wirklich! Aber ich habe erstmals einen Tandemflug absolviert. Und das kam so:

Zu meinem Ausscheiden aus dem (täglichen) Arbeitsprozess (ich kann die Formulierung "wohlverdienten Ruhestand nicht hören!") schenkten mir meine KollegInnen u.a. einen Gutschein von fly4you zu einem Tandemflug. Wohl in der Hoffnung, dass der Wind ihren ehemaligen Leithammel verbläst?! Nein, denn das tolle Arbeitsklima, mit einer gesunden Mischung aus Begeisterung, Professionalität und hoher gegenseitiger Wertschätzung, lässt den Schluss nicht zu!

Jetzt zum Tandemflug mit dem Paragleiter:
Am letzten Montag war es so weit. Der Tag hat gepasst, die Gegend, der Wind, das Wetter und mein Pilot Helmut (Staber) sowieso! Mit meiner Frau fuhren wir zur Gerlitzen. Dieser Berg bietet im Winter ein wunderbares Schigebiet und im Sommer ausgiebige Möglichkeiten zum Wandern und vielen Freizeitaktivitäten. Zuerst fuhren wir mit der Gondel zur Mittelstation und dann weiter mit dem Sessellift zum Gipfel. Wir waren rechtzeitig oben, sodass wir die Zeit für eine einfache Wanderung um den Gipfel nutzten. Nach einer Stärkung (Soll ich? Bleibt das dann auch im Magen?) gings zum Startplatz der Paragleiter, der gut besetzt war. Von Sportlern und Zusehern. Später stellten sich dann auch noch ein paar Reiter ein und als Krönung zwei Adler von der nahegelegenen Adler-Arena Landskron! Beeindruckende Momente (siehe Fotos)!

Ich sah also wie die Paragleiter starteten, indem sie das Segel aufzogen, den Wind nutzten, um im richtigen Moment die Wiese hinab zum Abgrund zu laufen. So machten wir das dann auch, allerdings im Doppelpack. Das Hinablaufen muss man sich so vorstellen. Du lehnst dich vor, läufst ein paar Schritte, das Segel geht hoch und stoppt dich in dem Moment fast auf null herab! Stehenbleiben geht nicht und so gab es einen gelungenen Start in einen traumhaft schönen Flug. Ab dann erlebst du, wie du durch einen Teil der wunderbaren Landschaft Kärntens segelst. Unter dir der Ossiachersee, die Drau, im Hintergrund die Karawanken. Ober dir ein leichtes Pfeifen des Windes.

Mein Pilot war Helmut war ein besonders guter, der den Wind perfekt zu nutzen wusste, sodass wir lange über der Gerlitzen schwebten. Als ich dachte, diese einzigartigen Momente würde ich gerne einfangen zupfte er eine kleine Weitwinkelkamera hervor, die an einem Alustab befestigt war. Damit fotografierte er eine Serie wunderbarer Fotos. In der Zwischenzeit lenkte ich den Paragleiter(!), was mir großen Spaß bereitete. Der Landeanflug (das machte dann zur Sicherheit wieder Helmut) wurde noch gefilmt. Zum Würzen legte er noch ein paar Kunsstücke ein, die ich aber einbremsen musste. Mein Essen sollte im Magen bleiben.

Es war ein Traum! Daher danke an meine Kolleginnen von bit Management im UGP für das Geschenk und danke an Helmut Staber für den Sonderflug. Auf seinem Prospekt steht "25 Jahre Flugerfahrung sprechen für sich!" Recht hat er!