Mittwoch, Mai 1

Radtouren in Kärnten | Glanweg - Hörzendorfer See

Mit dem Laufen wird es ja bekanntlich bei mir keine Möglichkeit mehr geben. Das Thema ist seit meinem Gesundheits-Marathon Geschichte. Die eine Türe ist also zu, weitere bleiben allerdings ein wenig offen. Und, nachdem ich am vergangenen Wochenende meine Radfahrkünste getestet habe, bin ich guter Dinge. Denn Radfahren kann ich ja schon, nur das Auf- und Absteigen war aufgrund meiner Instabilität noch ein wenig mühselig. Daher ist es wichtig jene Sicherheit zu erreichen die ich dazu benötige, aber auch dafür, dass ich jederzeit stehenbleiben kann, wenn ich muss! Ich schätze, dass ich dann ab Mitte des Jahres wider größere Touren machen kann. Wie z.B. die nachfolgend beschriebene Ulrichsbergrunde, die ich schon vor meiner Erkrankung mehrmals absolviert habe, aber auch in meiner Zeit als Läufer!

Vor der Beschreibung der Runde muss ich natürlich festhalten, dass die Tour immer von meinem Wohnort aus beschrieben wird. Für alle anderen beginnt die Route in ca. 500 Meter Entfernung beim Hallen- und Freibad St. Veit einen allgemeinen Startplatz für Lauftreffs und sonstige Sportarten gibt ist das kein Problem. Also, los geht's!

Man fährt also gleich bei der Glanbrücke an der Kalten-Keller-Straße Richtung Süden jenem Fluss entlang, der meiner Heimatstadt einen Teil seines Namens gegeben hat, die Glan! Die Strecke ist hier durchgehend eben. Nach etwa 7 Kilometer (bei Raggasaal) gibt es einen Hügel, der hier aufgrund eines Staubeckens für die Glan aufgeschüttet wurde. Danach geht's wieder am Flachstück weiter bis man nach 9,2 Kilometer zur Querung der Möderndorfer Straße (L72) kommt. Dieser folgt man nun scharf nach rechts durch den Ort Möderndorf durch.
Hörzendorfer See, allerdings nicht mein Rad!
Danach geht es in einer Steigung um die 10% nach oben bis zur Kreuzung an der wir nach rechts weiterfahren. Wir bleiben die nächsten 4 Kilometer im Auf und Ab und landen beim idyllischen Hörzendorfer See, wo man ruhig eine Rast einlegen und - je nach Jahreszeit - den Badenden, Eisläufern oder Fischern zusehen bzw. im Gasthaus etwas konsumieren kann!

Nach dem kleinen See fährt man wieder ein Stück hinauf in den Ort Hörzendorf um danach in scharfen Kurven nach unten zu sausen. Danach geht es die Hörzendorfer Straße wieder geradeaus um nach KM 16,5 nach rechts abzubiegen. An der besagten Abzweigung befinden sich Bäume und eine Bushaltestelle. Der Weg nach rechts führt uns nach Unterbergen. Nach der Durchfahrt und dem Bauernhof geht eine Straße an der Kreuzung nach links, die nehmen wir! Die Route führt an einem Kindergarten und dem Fußballstadion vorbei und gleich danach, bzw. nach etwas mehr als 18 Kilometer, wieder zur Glan! Der Radweg führt uns etwa 3,5 Kilometer lang wieder bis zur anfangs beschriebenen Glanbrücke, wo sich dann auch linkerhand mit dem Hallenbad der Ausgangspunkt befindet!

Fazit:
Mit einer Länge von 22,4 Kilometer und einer Höhendifferenz von 144 Meter ist die Strecke auch für Hobby-Radfahrer machbar. Besonders natürlich für jene, die mit dem E-Bike unterwegs sind. Die Bodenbeschaffenheit ist ab dem Glanweg beim Industriepark Schotter und ab der Abzweigung nach Möderndorf durchgehend asphaltiert. Die Steigungen in der Mitte der Strecke können durchaus eine Herausforderung, aber auch eine willkommene Abwechslung bedeuten. Eine kurze Rast beim Hörzendorfer See wäre sehr empfehlenswert!
Nachfolgend die Tourdaten:

Mittwoch, April 24

(M)ein Alltag in meinem neuen Leben!

Schon als Schüler war ich ein begeisterter Schreiber und so waren auch meine Aufsätze stets gut benotet. Auch später als ich meine große Liebe kennen gelernt habe, mit der ich schon über 50 Jahre verheiratet war, schrieb ich ihr mehrere Briefe pro Woche (ja, liebe Jugend, so etwas gab es damals noch). Ich schrieb eigentlich immer sehr gerne und viel, habe vor vielen Jahren mit dem Bloggen begonnen und bin dabei geblieben. Waren es früher mehrere Blogs, die ich führte (beruflich und viele Jahre als begeisterter Läufer), bin seit ein paar Jahren als der1949er unterwegs. Schreiben ist für mich befreiend, aber auch Therapie. Speziell in den letzten Monaten, in denen ich - aufgrund meiner üblen Krankheitsgeschichte - viel aufzuarbeiten habe. Meine aktuellen Geschichten dienen aber auch dem Zweck jenen Mut zu machen, die hier in meinem Blog landen. Ich will auch aufzeigen, dass es sich lohnt das Leben in die Hand zu nehmen und dafür zu kämpfen.

Heute geht es darum:
Wie sieht so ein durchschnittlicher Tag in meinem neuen Leben aus?
Was hat sich verändert?
Wie gehe ich damit um?

Vorausschicken will ich, dass ich mit meinen heuer 75 Jahren schon einige Jahre in Pension bin und daher an keine fixen Zeiten gebunden bin. Daher schlafe ich zumeist bis gegen 06:30 Uhr; sehr gut, tief und fest! Der Tag selbst beginnt üblicherweise mit einem gemeinsamen Frühstück mit meiner Frau, sehr bald aber auch mit der Lektüre einer Tageszeitung. 
Im Laufe des Vormittag beginne ich mit Übungen, die mir meine Physiotherapeutin Stefanie als regelmäßige Hausaufgaben mitgegeben hat. Je nach Verfassung ziehe ich diese in einer Einheit durch oder teile sie in zwei Sessions auf. Es geht vorwiegend darum meine Mobilität zu steigern bzw. diese zu erhalten. Übe ich längere Zeit nicht, verschlechtert sich mein Zustand relativ rasch! Nachdem ich aber am 19. April des Vorjahres meine ersten fünf Schritte mit einem Spezial-Rollator schaffte und jetzt bereits ohne Gehhilfe 3-4 Kilometer (im ebenen Gelände) schaffe, bin ich recht zufrieden!

Entweder am selben Tag oder abwechselnd setze ich mich auf mein Ergometer. Mehrmals pro Woche gibt es natürlich auch Spaziergänge.
Sehr gefreut habe ich mich u.a., dass ich im Vorjahr bereits mit meiner jüngeren Tochter ein wenig Tischtennis spielen konnte! Das große Ziel für heuer ist aber, dass ich ab Mitte des Jahres mit meinem Rad fahren kann. Mit dem Damenfahrrad meiner Frau geht das schon ganz gut, weil hier der Einstieg niedriger ist. Ich benötige aber die Stabilität und Sicherheit auch mit einem Herrenfahrrad fahren zu können. Das sollte sich bis zu meinem 75er im Juni ausgehen!

Mittags mache ich zumeist eine Pause und lege mich ein wenig hin. Das hat damit zu tun, dass ich sehr bald erschöpft bin, da ein normaler Tagesablauf für mich nicht normal, sondern einigermaßen anstrengend ist. Stand mein Leben im Vorjahr um diese Zeit an der Kippe, können sich die Fortschritte sehen lassen!

Mobilität hat nicht nur mit Stabilität und Muskelkraft zu tun, sondern mit dem Umstand, so wenig wie möglich auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Demnach gehört auch Autofahren dazu. Das geht seit Mitte des Vorjahres ganz gut, aber auch nur deshalb, weil ich mein bisheriges Auto gegen eines mit Automatik und zusätzlichem, technischen Schnick-Schnack eingetauscht habe. Fahren geht also sehr gut, nur das Ein- und Aussteigen macht mir zu schaffen. Aufgrund (m)einer 50%igen Behinderung habe ich aber die Möglichkeit mein Auto auf dementsprechend markierten Parkplätzen abzustellen (sofern das nicht jene tun, die dazu nicht befugt sind!

Natürlich beinhaltet mein Tagesablauf auch diverse Besorgungen, den einen oder anderen Kaffeehaus-Plausch mit Freunden oder ein feines Mittagessen mit meiner Frau oder der ganzen Familie. Gerne machen wir auch einfache Ausflüge oder einen erholsamen Urlaub. So wie Anfang April im Spa-Hotel Larimar in Stegersbach, der meiner Frau und mir sehr gut getan hat!

Montag, April 1

Reha mit Herz!

Die Rehabilitation ist ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung. Das vorrangige Ziel der medizinischen Rehabilitation ist, den ursprünglichen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten nach Unfall oder Krankheit wieder herzustellen. Zudem unterstützen berufliche und soziale Rehabilitation den Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Bei einem Kuraufenthalt geht es vor allem um die Aufrechterhaltung der Gesundheit!
Die HerzReha Bad Ischl

So steht es jedenfalls im öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs, unter gesundheit.gv.at. Und genau das war auch das Ziel, als ich Anfang März in die HerzReha Klinik Bad Ischl fuhr. Denn Leser meines Blogs wissen, dass ich seit dem Jahr 2023 gesundheitlich schwer angeschlagen bin. Nachdem ich für die Mobilität und den Körperaufbau schon viel getan habe, war jetzt das Herz an der Reihe. Die Operation am wichtigsten Organ des Menschen war schließlich die Ausgangsbasis für den darauf folgenden Leidensweg! Mir ging es in den kommenden drei Wochen darum, über den Umgang mit einem erkrankten Herz Bescheid zu wissen. Konkret ging es darum in welchem Ausmaß ist das Herz belastbar bzw. was darf ich und was soll ich eher unterlassen?
Franzl und Sissi?

Die HerzReha in Bad Ischl
ist eine anerkannte Institution die einen ausgezeichneten Ruf hat und mitten im Ort liegt, dessen kaiserliches Image gut gepflegt wird! "Franz und Sissi" (Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth) spürt man hier überall, was vollkommen in Ordnung ist, denn hier haben sich die beiden verlobt und viel Zeit verbracht! Es lohnte sich also durch die Stadt zu flanieren, was ich immer wieder gerne getan habe!

In der Reha-Anstalt selbst fühlt man sich von Beginn an gut aufgehoben. Die Zimmer sind geräumig und nur einzeln belegt. Ein Umstand, der auch für das Wohlbefinden sehr angenehm ist. Die Ernährung ist im Normalfall gesund und salzlos, man kann aber dennoch unter 2-3 Menüs auswählen. Besser ist aber beim so genannten Herz-Menü zu bleiben, da ich am Ende der Reha merkte, wie positiv sich dieses auf den Allgemeinzustand auswirkt!
Training am Ergometer

Um den eingangs erwähnten Ziel gerecht zu werden gibt es natürlich eine etliche Therapien. In meinem Fall lagen die Schwerpunkte bei Bewegungsübungen in der Gruppe, Unterwassergymnastik, Ergotherapie mit dem Fahrrad, die permanent gesteigert wurde, Einzelphysiotherapie und Entspannung! Ich selbst war zusätzlich auch regelmäßig Nordic Walking und einige Male spazieren (so es das Wetter zuließ)!
Zweites Frühstück beim Zauner

Zwischendurch erkundigte ich das wunderschöne Salzkammergut und besuchte dabei St. Wolfgang am Wolfgangsee, die Red-Bull-Zentrale in Fuschl, wie auch den Traunsee mit Schloss Ort und Gmunden. In Bad Ischl selbst war ich mehrmals in der bekannten Kaffee-Konditorei Zauner, aber auch in der kleinen, aber feinen Schaubäckerei Rührwerk. Selbstverständlich sah ich mir auch die Kaiservilla an, war im Kaiserpark um beim Kongresshaus. Leider ließen meine mangelhafte Mobilität und das dauerhaft schlechte, kalte und regnerische Wetter nur wenige Ausflüge zu.

Im Blick zurück deponiere ich abschließend sehr gerne, dass ich die HerzReha in Bad Ischl für mich für eine der ersten Adressen in Österreich halte. Die Therapien sind sehr gut auf die Patienten abgestimmt, man fühlt sich willkommen und gut versorgt und egal in welchem Bereich des Hauses, das Personal strahlt eine sehr erfrischende Herzlichkeit aus! 
Auch jene Personen, mit denen ich den Tisch teilte waren genau so angenehm wie der Großteil jener, die ich bei den diversen Therapien oder in der Cafeteria des Hauses getroffen habe. Es war ein Aufenthalt, der mir in allen Belangen sehr gut getan hat. Vielen Dank!

Die Reha im Rückblick

Dienstag, Januar 16

Marathon des Lebens 4 - "Das Leben liebt mich!"

Ich habe die Überschrift bewusst mit einem Fragezeichen versehen, weil ich mir im Vorjahr - nach all dem, was da passiert ist - dessen nicht mehr so sicher war! Nachdem ich zu dem Geschehen, welches ich unter dem Titel "Marathon des Lebens" beschrieb, nun schon ein paar Monate Abstand habe kann ich sagen - ja, das Leben liebt mich!!

Warum dieser Sinneswandel?
 Das hat wohl damit zu tun, dass man vielfach der Meinung ist, dass das Leben sehr geordnet verläuft und die schlimmen Dinge zumeist den anderen passieren. Überhaupt dann, wenn man beruflich und somit auch finanziell einigermaßen sorgenfrei ist, das Familienleben geordnet und positiv verläuft und noch dazu so lebt, dass gesundheitliche Probleme denkunmöglich sind! Die Erfahrung zeigt, dass es durchaus so sein kann. Es kann aber auch sein, dass sich die hoffnungsvolle Sicht der Dinge als Trugschluss herausstellt um dann Schlimmes erleben zu müssen. Wie auch ich, der im Vorjahr die schlimmsten Erfahrungen seines Lebens machen musste! um in der Folge, mit schlechten Überlebenschancen, wieder aus dem Tief wieder ins Leben zurückzufinden. Es geht, wenn man es will!

Natürlich kann ich hier nur über mich sprechen, über meinen Weg und meine Erfahrungen (siehe oben). Und natürlich ist mir bewusst, dass es Schicksale gibt, denen man schwer bis gar nicht entfliehen kann. Aber was vergibt man sich, wenn man es wenigstens versucht! Nichts zu tun ist der schlechteste aller Wege, schon einmal deshalb, weil der Mensch in der Lage ist Grenzen zu verschieben! Es beginnt damit, dass man sich mit der Situation auseinandersetzt und überlegt, was man (neben der ärztlichen Hilfe) selbst für seine Gesundung tun kann. Mit einem weinerlichen Rückblick und der Frage "warum ich" ist es also nicht getan. Es klappt nur mit Zielen, die ich mir als Patient stecke!

So gehen war mein Ziel
Ein Beispiel:
Meine Routine-OP am Herzen ist gut verlaufen, das Problem begann in der Nachbehandlung, als das fehlerhafte Stechen eines Venenweges zu einer Venenentzündung, einer Schwächung des Körpers, einem künstlichen Tiefschlaf und in der Folge zu einem Totalsaufall aller Muskeln führte. Bald nachdem ich aus dem Koma erwacht bin und mit Hilfe toller Therapeuten nach und nach einige Teile meines Körpers bewegen konnte kramte ich ein Kurzvideo hervor, das meine Frau nach der Herz-OP machte. Ich war damals natürlich auch sehr schwach, daher zeigt es mich mit einem Rollator vorsichtig durch die Gänge zu gehen. Ich wusste zu dem Zeitpunkt auch, dass ich nach dem Krankenhaus-Aufenthalt in die Gailtal-Klink zur Reha komme und visualisierte also ab Ende März des Vorjahres, dass ich bis dahin in der Lage bin mit dem Rollator zu gehen. Zu diesem Zweck sah ich nahezu jeden Tag das Video an und absolvierte mit großem Eifer alle Übungen. Am 4. Mai des Vorjahres war es so weit. Ich konnte mit dem Rollator gehen, wobei ich natürlich die Unterstützung der Therapeuten benötigte und ich war zum Wunschtermin in der Gailtal-Klinik!

So machte ich auch in Hermagor weiter, immer mit kleinen Schritten, aber immer erfolgreich. Das Gegenteil erlebte ich in der Reha bei einem Zimmerkollegen, der schon zwei Monate vor mir in die Klinik einzog. Missmutig und antriebslos jammerte er ständig vor sich hin und klagte, dass nichts weiterging. Mir fiel auf, dass er wenig Therapien hatte und ich ihn ansprach, ob er denn keine Termine hätte. Worauf er meinte: "Wenn die etwas von mir wollen, dann sollen sie mich abholen!". Er widmete sich lieber der ständigen Klage und seiner Raucherei in der Raucherecke des Hauses. Als ich bei einem Besuch in Hermagor nach dem sonderbaren Patienten fragte hieß es, dass Otto noch zwei Monate länger blieb und das Haus mit dem Rollstuhl und ohne nennenswerte Erfolge verließ! So geht's auch!
Am Ende der Reha in Hermagor, einfach super!!

Besser ist es selbst daran mitzuarbeiten gesund zu werden. Die besten Ärzte und Therapeuten sind machtlos, wenn du selbst keinen Beitrag zur Gesundung leistest. Und so bin ich im Jahr eins nach meiner schweren Erkrankung natürlich noch immer gehandicapt und werde mich wohl nie wieder so wie vorher bewegen können. Ich arbeite aber nach wie vor 4-5 Mal die Woche an Körper und Geist. Wenn nun meine neue Zeitrechnung nach der "Wiederauferstehung" hernehme, dann habe ich gewaltige Fortschritte gemacht und ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Ich lebe, bin dankbar und genieße jeden Tag!

Montag, Januar 1

Advent, Weihnachten & Neujahr

Aufgrund meiner Vorgeschichte war es ja nicht ganz sicher, ob ich 2023 überhaupt Weihnachten feiern kann und wenn ja - wie? Nachdem die üble Geschichte ganz gut ausgegangen ist, waren Advent und Weihnachten natürlich ein zusätzliches Geschenk für mich.

Nachdem meine Frau und ich als Vertreter der älteren Generation die Tradition hoch halten, gab es auch einen Adventkranz, dessen Kerzen wir an den Sonntagen im Dezember angezündet haben. Am ersten Advent-Sonntag lauschten wir vorweihnachtlicher Musik und an den drei folgenden drei Abenden trug ich sogar eigene Kurz-Gedichte vor. Diesmal eher etwas von der humorvollen Seite. Warum nicht?

Weihnachten kam immer näher und wie in den letzten beiden Jahren zuvor habe ich auch heuer ein paar Tage vor dem Fest begonnen den Christbaum zu schmücken! Ich nehme mir dabei stets viel Zeit und spiele nebenbei gute Weihnachtsmusik aus meinem Internet- Radio, denn da ist die Auswahl riesig. Auf diese Art steigt auch die Weihnachsstimmung und die Zeit vergeht wie im Flug. Traditionell ist der Baum seit vielen Jahren vorwiegend in Rot gehalten und seit einiger Zeit sind die Kerzen elektrisch. Auch Led-Lampen können flackern und gute Stimmung erzeugen!

Seit es Enkel in unserer Familie gibt ist die Bescherung ein wenig anders getaktet. Immer gleich geblieben ist, dass Tochter Iris mit ihrem Mann (und nun auch mit Sohn) Weihnachten bei uns verbringt. Tochter Karin feiert seit der Geburt ihres Sohnes einmal bei der Familie ihres Mannes und dann wieder bei uns. Spätestens am Christtag ist sie aber immer im Kreis der Huber-Familie. Es ist immer wieder schön alle "Kinder" an Weihnachten bei uns zu haben, egal ob groß oder klein!

Üblich ist in unserer Familie auch, dass unsere Töchter uns Zeit schenken, die wir dann gemeinsam verbringen. Das bedeutet, sie organisieren einen Tages-Ausflug, der das eine Mal in die Berge geht, das andere Mal wieder ans Meer, dann aber etwas länger und mit Kostenbeteiligung! Heuer ließen sich unsere Mädels etwas ganz besonderes einfallen, den Besuch des Krippenspieles in den Höhlen von Posojna in Slowenien! Ein atemberaubendes Schauspiel, welches stets in der letzten Dezember-Woche des Jahres stattfindet und tausende Besucher anzieht!

Gemeinsam fuhren wir daher am 30. Dezember 2023 in den Ort Postojna. Da unsere gebuchte Vorstellung (es gibt täglich mehrere) um 14:00 Uhr begann hatten wir noch genügend Zeit, uns in einem der vielen, guten Gasthäuser (Gostilnja) zu stärken. Genau so war es dann auch als wir zur Höhle gingen, die auch (weil diese Gegend früher einmal zu Österreich gehörte) Adelsberger-Grotte genannt wird. Mehr als 100 Schauspieler, Sänger, Musiker und Tänzer führen entlang des fünf Kilometer langen Parcours durch die unterirdische Wunderwelt Szenen aus der Weihnachtsgeschichte mit lebenden Menschen auf. Nach knapp zwei Stunden verließen wir die Höhle mit dem Zug wieder und waren stark beeindruckt von der wunderbaren Darstellung, die ich gerne weiterempfehle! Nach einer kurzen Stärkung ging es dann wieder nach Hause! Nachfolgend ein paar Eindrücke davon!

Wir haben also im Dezember viel Zeit mit unserer Familie verbracht, den Abschluss des Jahres verbringen wir allerdings immer alleine. Mit alleine meine ich, dass dann nur meine Frau und ich etwas unternehmen. Früher einmal hat es viele Veranstaltungen und Bälle gegeben, die wir besuchten. Jahrelang haben wir den Jahreswechsel in der Nachbarschaft gefeiert und zuletzt immer öfter zu Hause bei Gesellschaftsspielen. Vor ein paar Jahren begannen wir mit Theaterbesuchen in der "Neuen Bühne" in Villach, so auch heuer bei der sehr unterhaltsamen Komödie "Nein zum Geld"! Hin und wieder bleiben wir in Villach um das Jahr ausklingen zu lassen. Nachdem der Abend aber leider verregnet war fuhren wir nach Hause um kurz vor Mitternacht einzutreffen. Wir hatten also gerade noch Zeit auf das neue Jahr anzustoßen, währen rundherum, teils sehr schöne, Feuerwerke bunte Bilder in den Himmel malten!

Mittwoch, Dezember 13

Marathon des Lebens 3 - "Zurück im Leben!"

Nun ist es bald ein halbes Jahr her, seit mich meine Tochter Karin am 29. Juni von der Gailtal-Klinik abgeholt und nach Hause gebracht hat. Zeit also um Bilanz darüber zu ziehen, was sich die letzten Monate so getan hat!

Das Ankommen nach so vielen Monaten der Abwesenheit war für mich so emotional, dass mir gleich einmal die Tränen kamen. Zum einen aus Freude endlich wieder zu Hause in der gewohnten Umgebung meiner fürsorglichen Frau Elisabeth zu sein, die sich (nicht nur) in den letzten Monaten liebevoll um mich gekümmert hat! Zum anderen weil auch die Anspannung abfiel, der ich doch sehr lange Zeit ausgesetzt war. Die wohl härteste und schwierigste Zeit meines Lebens lag hinter mir, denn ich bin so weit hergestellt, dass ich die wichtigsten Dinge des Lebens einigermaßen gut bewältigen kann! Und das ist, wenn man die Ausgangsbasis betrachtet, sehr sehr viel! Die nächsten Ziele galten nun den Alltag bestmöglich bewältigen zu können, die Mobilität zu verbessern und auch die schlimmen Momente meiner Erkrankung aufzuarbeiten, speziell die Albträume!
Spaziergang mit der Familie

Von Beginn an nahm ich mir vor so oft und so viel wie möglich zu gehen! War ich anfangs froh einen Kilometer zu schaffen, so erhöhte sich der Radius zunehmend, die Spaziergänge wurden länger. Natürlich brauche ich, um gehen zu können, diverse Hilfsmittel. Anfangs sehr hohe Orthesen, später aber konnte ich schon mit einfacheren Fußstützen gehen. Was immer dabei war und auch heute noch ist - ein Gehstock!

Um fit und mobil zu werden benötigt man Unterstützung von außen. Die erste fand ich in Form der Physiotherapeutin namens Stefanie Schwaiger! Eine ehemalige Profisportlerin, die im Beachvolleyball international tätig war und große Erfolge feierte. Nach einer vierjährigen Ausbildung in der Schweiz hat sie sich in Kärnten niedergelassen und war für mich ein echter Glücksfall! Dies deshalb, das sie nicht nur eine der besten ihres Faches ist, sondern in ihrer Praxis auch einen Fitnessraum hat, in dem sie mit ihren Patienten gezielte Übungen machen kann. Die Einheiten zeigten sehr bald Wirkung. Das hat auch damit zu tun, dass ich stets Hausaufgaben erhielt, die auch abgearbeitet werden mussten. Die Tatsache, dass ich sehr ehrgeizig bin und daher regelmäßig übte, mir zudem noch ein Ergometer anschaffte, aber auch meine Geheinheiten sehr konsequent durchführte brachten mich immer mehr in Schwung!

Eine weitere, sehr wichtige Unterstützung war die Inanspruchnahme einer Psychologin namens Mag. Birgit Mairitsch! Eine sehr taffe Frau mit gewinnender Sympathie, was in diesem Bereich sehr wichtig ist, da man doch das Innere nach außen kehren muss. Es sind so viele, für mich unverständliche, Dinge passiert, die aufgearbeitet werden mussten. Denn es war ja so, dass ich doch einige Zeit im künstlichen Tiefschlaf verbrachte und dabei die wildesten Albträume hatte. Auch danach wusste ich zumeist nicht genau was Wirklichkeit oder Traum war! Sie half mir zunehmend meine Gedankenwelt zu entwirren und das Geschehene anzunehmen. Wir sind auch hier auf einem guten Weg!

Was gibt es sonst noch zu erzählen?
Sehr bald nach meinem Krankenhausaufenthalt gab es eine ärztliche Untersuchung zu meinem Gesundheits-Status. Nachdem ich eingeschränkt mobil bin wurde mir eine Pflegestufe und auf Basis dieser Einstufung einige Zeit später ein Behindertenstatus mit 50% zuerkannt. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeiten, da sie mir doch einige Erleichterungen im täglichen Ablauf bringen.

Natürlich war ich oft sehr ungeduldig und auch zerknirscht, wenn die Dinge nicht so liefen wie ich sie gerne gehabt hätte. Und so gab es neben tollen Erfolgen auch etliche Rückschläge und Stürze. Letzteres weil sich meine Füße beim Gehen nicht wie gewohnt heben lassen. Und so knallte ich u.a. in der Wohnung, auf der Wiese vor dem Haus, aber auch auf den Asphalt in unserer Gasse sehr heftig auf den Boden, wobei beim letzten Sturz auch meine Brille zu Bruch ging!

Am 18. August d. J. tauschte ich bei meinem Fahrzeughändler Sintschnig in Klagenfurt meinen KIA Stonic gegen das gleiche Modell, aber mit Automatik, ein.
Das hat den Grund, dass meine Fußheberschwäche noch immer gegeben ist und mit einem Automatik-Auto kein Problem mehr darstellt. Es hat aber auch einen anderen, für mich sehr wichtigen Grund, es hebt meine Unabhängigkeit auf die nächste Stufe und somit auch mein Selbstwertgefühl! Ich kann wieder Autofahren!

Rückblickend gesehen ist heuer also wirklich viel passiert! Eine Erkrankung, die ich in meinen abwegigsten Träumen und in dieser Intensität nie erwartet hätte. Schon die Herz-Operation mit drei Bypässen (!) war eine Überraschung, dass es danach aber Komplikationen gab, die durch einen Behandlungsfehler passiert sind, die mir beinahe das Leben gekostet hätten war eine Überraschung auf die ich gerne verzichtet hätte. Durch die beherzte Reaktion eines jungen Assistenzarztes, der danach erfolgten Behandlung in Klagenfurt und Hermagor, durch meinen unbändigen Willen wieder gesund zu werden, die Liebe meiner Familie und Gottes Hilfe ist alles gut gegangen. Inwieweit ich wieder hergestellt werde kann man aus heutiger Sicht (noch) nicht beurteilen. Eines ist aber klar, ich werde weiterhin sehr intensiv an meiner Gesundung arbeiten, ich werde mit meiner Frau und meiner Familie zunehmend Ausflüge machen und ich werde wieder mit dem Rad fahren können. Das ist ein ambitioniertes Ziel, aber ich glaube daran!

Freitag, Dezember 8

Wien mit Helnwein, Amadeus und X-Mas!

Nach langem Überlegen und unsicheren Wetteraussichten fuhren meine Frau Elisabeth und ich Anfang Dezember für ein paar Tage nach Wien. Die Überlegungen, ob wir die weite Reise durchzuführen, hatten insofern eine Berechtigung, da meine Mobilität aufgrund meiner schweren Erkrankung eingeschränkt ist und die Schnee-Vorhersage nichts Gutes verhieß. Beides kein Problem, denn zum einen chauffierte mich Elisabeth sicher nach Wien und zurück und das Wetter war sowieso besser als vorhergesagt!

Wien kann man zu jeder Jahreszeit besuchen, hat aber natürlich in der Vorweihnachtszeit einen ganz besonderen Reiz. Zuerst ging es aber zum Check-In in das Hotel Zeitgeist-Vienna, welches wir das erste Mal buchten, da es auch sehr zentral in der Nähe des Hauptbahnhofes gelegen ist. Ein sehr modernes, aber auch gemütliches Hotel, mit ruhigen Zimmern, gutem Frühstück und freundlichem Service. Ideal für einen Städtetrip!

Diesen begannen wir mit einem abendlichen Bummel in die Wiener Innenstadt, die wir problemlos mit der U-Bahn erreichten. Das Ziel war der Stephansplatz auf dem sich Menschenmassen aus vielen Nationen tummelten, wie ich sie zuvor in dieser Stadt noch nie gesehen hatte. Wir bummelten über den noblen Graben Richtung Hof, wo uns ein kleinerer, aber sehr edler Weihnachtsmarkt erwartete. Traditionell und modern ist hier die Devise.
Nachdem sich auch der Magen meldete gingen wir zu zum Speckstandl, wo wir ein gutes Würstel verzehrten und mit einem Apfelpunsch innerlich wärmten.
Unweit vom Hof gibt es noch den kleinen, aber feinen Altwiener Christkindlmarkt bei der Freyung. Auch hier steht die Tradition im Vordergrund. Da wir aber schon etwas müde waren gab es nur noch eine kurze Ehrenrunde, um dann recht bald im Hotel ausruhen zu können

Der nächste, volle Tag war voll der Kultur gewidmet. Den Anfang machte die Ausstellung "Realität und Fiktion" von Gottfried Helnwein in der Albertina. Die Bilder des künstlerischen Grenzgängers sind realitätsnah und doch Fiktion. Bilder, denen man sich schwer entziehen kann, die nachdenklich machen und immer wieder das verletzte Kind hervorheben. Der ewige Provokateur scheut sich auch nicht Hitler mit Mickey Mouse zu vereinen, wobei Letzere einen Fixplatz in seinen Werken zu haben scheint! Eine grandiose Ausstellung mit dem Prädikat sehenswert!!

Einen Kontrast dazu gab es am Nachmittag als wir zur Marx-Halle fuhren um uns die Tutanchamun-Ausstellung anzusehen! Es geht hier um den jungen Pharao, dessen Grab vor ca. 100 Jahren vom britischen Archäologen Howard Carter entdeckt worden war. Berühmt wurde er nicht durch seine Taten als Lebender, sondern aufgrund seines Grabes. Das wurde nur deshalb so bekannt, weil es als einziges nicht von Grabräubern geplündert worden war. In der Ausstellung gab es Einblicke in die Geschichte, wobei vor allem die Multimedia-Show sehr beeindruckend war!

Am Abend dann das Highlight unseres Wien-Aufenthaltes, der Besuch des Falco-Musicals "Rock me Amadeus" im Ronacher, wobei wir uns zuvor noch im nahegelegenen Restaurant "Zum Kellergwölb" stärkten. Einem typisch Wiener Gasthaus mit einer leckeren Speisenauswahl! Zum Musical-Stück selbst muss ich erwähnen, dass ich mich selbst nicht unbedingt als Falco-Fan bezeichnen kann, dass er ein Ausnahmekünstler war ist unbestritten. Aber egal, ob man Falco mag oder nicht, die Umsetzung seiner Geschichte ist sensationell gut gelungen. und der geniale Hauptdarsteller Moritz Mausser der Kunstfigur Falco ein neues Leben einhaucht. Ein tolles Musical, welches ich gerne als sehenswert empfehle!

Wie am Anreisetag auch, besuchten wir auch bei der Heimreise Verwandte in Wien, die sich über unser Kommen freuten. Alles in allem war es ein mehr als gelungener und abwechslungsreicher Wien-Trip, mit einem kleinen Schönheitsfehler, denn zu Hause angekommen waren meine Frau und ich ein paar Tage danach leider mit Corona angesteckt ;-(

Samstag, Oktober 28

Klassentreffen - 60 Jahre danach!

"60 Jahre danach" lautete das Motto! Dazu fanden sich genau 13 Personen sich am Freitag, den 27. Oktober, beim Wirtshaus Gelter in St. Veit ein ein. Obwohl diese magische Zahl Unglück suggeriert, war davon nichts zu spüren. Im Gegenteil, bei guter Stimmung erzählte jede der anwesenden Personen seinen beruflichen Werdegang und natürlich auch von Hobbies, Familien und noch viel mehr.

So konnte man erfahren, dass der eine stets mit gefährlichem Sprengstoff unterwegs war, während der andere sich in seiner Freizeit als Military-Reiter einen Namen machte. Spannend waren auch die Erzählungen des ehemaligen Gastwirtes Leopold Sever, der lange Zeit als Weltenbummler unterwegs war. Einen interessanten Einblick in sein Leben gab es auch vom Mitschüler Anton Wieser, der jahrzehntelang viele Beiträge ins österreichische Fernsehen brachte und noch immer wunderbare Momente mit seiner Kamera festhält. Dass wir mit Berhard Zitter auch ein Mitglied einer der bekanntesten Kärntner Bands in den Reihen haben, wussten viele, weniger bekannt war, dass Kurt Raspotnig eine österreichische Koryphäe im Schach war, während ich selbst in Kärnten als "Gründervater" tätig war und so nebenbei auch viele Marathons in den Beinen hatte. Erwähnenswert ist auch noch, dass Hugo Pink der langjährige Leiter des Bezirksgerichtes St. Veit an der Glan zu unseren Mitschülern zählte, wie auch Andreas Wölkart, der in den Bundesbahnen in Österreich sein berufliches Glück fand. Mit dabei war dann noch der begeisterte Sänger Franz Ramprecht, der in der Schule so viel Gefallen am Lehrerberuf fand, dass er selber einer wurde. Und dann ist da noch Rudolf Nußbaumer, der beruflich sehr international tätig war und es sich nicht nehmen ließ, für das Klassentreffen aus Vorarlberg anzureisen.

Natürlich konnten nicht alle Mitschüler der Einladung Folge leisten. Zum einen, weil sie leider bereits verstorben waren, aber auch weil die Kontaktdaten nicht mehr stimmten. Andere hatten zeitliche Überschneidungen bzw. waren krankheitsbedingt entschuldigt. Unserem berühmtesten Mitschüler namens Wolfgang Puck war es wiederum aufgrund der Distanz und auch seiner Verpflichtungen nicht möglich, beim Jubiläumstreffen zu erscheinen. Aber wer weiß, vielleicht haben wir doch einmal das Glück ...? Das nächste Treffen kommt bestimmt!

Ein paar Impressionen gibt es in der nachfolgenden Fotoserie:

Samstag, August 26

Die Ehe vergoldet!

Ich kannte meine Frau schon fünf Jahre lang als wir am am 25. August 1973 den Bund der Ehe schlossen. Es war meine Jungendliebe, die ich zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Jahre kannte, sie 21 Jahre und ich 24 Jahre alt. Für heutige Verhältnisse war es eine kleine Hochzeit, denn es waren keine dreißig Leute, die uns damals zum Standesamt in St. Veit an der Glan begleiteten und anschließend dem kirchlichen Segen in Karnburg beiwohnten.

Nur ein paar Kilometer weiter gab es dann die Tafel in einem Gasthaus in Walddorf, wobei dieses, im Gegensatz zu unserer Ehe, nicht mehr besteht! Wie erwähnt, es war eine kleine, aber feine und herzliche Hochzeit. Fein war auch die darauf folgende Hochzeitsreise, die uns nach Vodice (CRO), im damaligen Jugoslawien führte. Die Reise dauerte eine Ewigkeit, weil ich zum einen nur einen kleinen Fiat 850 besaß und eine Autobahn zum Zielort noch kein Thema war!

Heuer jährte sich also das Ereignis zum 50. Mal und dass dieses gebührend gefeiert wurde versteht sich von selbst. Wie verlief also der Tag?

Schon einige Zeit davor habe ich begonnen den Schlager "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Drafi Deutscher umzutexten. Wobei ich sagen muss, dass ich erst jetzt gemerkt habe, dass das Lied sehr simpel ist und aus nur drei Strophen besteht, in die ich unsere Geschichte unterbringen musste, der Rest ist Refrain! Dass ich kein begnadeter Sänger bin weiß meine Familie zwischenzeitlich, aber darum geht's nicht. Es geht um etwas Persönliches und ich denke, die Überraschung ist ganz gut gelungen als ich meiner Frau das Lied auf nüchternem Magen präsentierte! Im nachfolgendem Link gibt es meine Version zu hören - https://on.soundcloud.com/GTUaj

Dann ging's nach Klagenfurt, wo wir uns beim Wienerroither bzw. "Der Kärntnerei" in der St. Veiter Straße bei einem guten Frühstück ausgiebig labten! Die nächste Station war unsere Hochzeitskirche in Karnburg. Da diese selten geöffnet ist habe ich bereits Tage zuvor einen Diakon gebeten uns diese zu öffnen und ein paar Worte zu uns zu sprechen. Wie bei einer Trauung wurden zwei Stühle vor dem Altar positioniert und der Diakon Peter Granig gab uns einen Segen, während im Hintergrund ein Kinderchor sang! Vielen Dank an die Kirche Karnburg/ Maria Saal, die uns diese Zeremonie ermöglichte.

Danach gab es einen wichtigen Programmpunkt. Dazu ist zu erwähnen, dass meine Frau und ich unterschiedliche Eheringe besitzen, die nicht darauf hindeuten, dass wir gemeinsam verheiratet sind. Höchst an der Zeit also diesen Umstand zu ändern. Wir gingen auf die Suche und fanden beim Fachgeschäft Feichtiger die richtigen Ringe. Zeitlose Eleganz in Rotgold und Silber war unsere Wahl, mit der wir sehr zufrieden waren.

Der Tag brachte noch einige Stationen, wobei ich aber jene am Abend hervorheben will. Denn das Gute Abendessen konsumierten wir im Strandhotel Sille, welches direkt am Wörthersee gelegen ist. Hier genossen wir die Speisen und das eine oder andere Gläschen Wein bei angenehmen Temperaturen und leisem Wellenrauschen. Ein sehr schöner und abwechslungsreicher Tag ging damit zu Ende.

Meiner Frau Elisabeth bin ich unendlich dankbar für ihre Liebe und Treue. Ich denke wir führen eine gute Ehe, mit starker, gegenseitiger Zuneigung und einem hohem Maß an Wertschätzung. Es bestehen gute Chancen, dass das auch so bleibt!