Situation 1: Meine Frau unterstützt mich läuferisch oftmals so, dass sie mit mir zum besten Laufsporthändler Kärntens (Laufsport Münzer) fährt um mir jene Laufschuhe zu schenken, die ich vor Ort - und nach entsprechender Analyse - aussuche. So freute ich mich Weihnachten 2020 die neuen Brooks Ghost 13 zu finden. Das Dilemma, bis heute bin ich damit noch keinen einzigen Kilometer gelaufen!
Situation 2: Vor ein paar Tagen machte ich mit meiner Frau eine Radtour über 12,5 Kilometer. Zum einen, weil das schöne Wetter uns einlud unbedingt nach draußen zu gehen, aber auch, weil wir - nach überstandener Covid 19 Erkrankung - einen sportlichen Nachholbedarf haben. Wir haben bewusst eine flache Strecke ausgewählt, um Anstrengungen zu vermeiden. Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir wieder zu Hause. War das bis vor einiger Zeit noch ein Tempo, welches ich in der Lage war laufend zu absolvieren, musste ich mich diesmal vor Erschöpfung hinlegen!
Warum erzähle ich das? Warum Erschöpfung? Was ist passiert?
Nun ja, ich erwähnte es schon in diesem Beitrag, aber auch in "Corona wirkt!", im Dezember des Vorjahres, dass meine Frau und ich an Corona erkrankten. Waren die Symptome bei meiner Frau kaum merkbar, so waren bei mir die Auswirkungen heftiger, indem sie sich mit Fieber, Übelkeit und starken Gelenkschmerzen bemerkbar machten. Nach der üblichen Quarantäne-Phase von zehn Tagen fühlte ich mich gut, ich war erleichtert, die Krankheit ohne Nachwirkungen überstanden zu haben. Welch ein Trugschluss!
Lange Zeit dachte ich, nachdem ich im Vorjahr mein Rheuma erfolgreich besiegt habe, das wird mir mit dem Virus wohl auch gelingen. Aber das ist eine ganz andere Nummer, mit vielen Unbekannten. Ich tappe im Dunkeln. Nach einigen Recherchen erfuhr ich, dass es sich dabei um "Long Covid" handelt, dass die Langzeitfolgen noch viel zu wenig bekannt sind und unterschätzt werden. Ich erfuhr also, dass ich ebenfalls davon betroffen bin wie viele andere auch, die sogar viel schlimmer leiden als ich. Weiters erfuhr ich von Selbsthilfegruppen, wie z.B. Long Covid Österreich auf Facebook, der ich seit einiger Zeit folge und mir hilfreiche Unterstützung bietet.
Warum erzähle ich das? Warum Erschöpfung? Was ist passiert?
Nun ja, ich erwähnte es schon in diesem Beitrag, aber auch in "Corona wirkt!", im Dezember des Vorjahres, dass meine Frau und ich an Corona erkrankten. Waren die Symptome bei meiner Frau kaum merkbar, so waren bei mir die Auswirkungen heftiger, indem sie sich mit Fieber, Übelkeit und starken Gelenkschmerzen bemerkbar machten. Nach der üblichen Quarantäne-Phase von zehn Tagen fühlte ich mich gut, ich war erleichtert, die Krankheit ohne Nachwirkungen überstanden zu haben. Welch ein Trugschluss!
Sehr bald stellte sich eine Antriebslosigkeit und Müdigkeit ein die ich bis dato nicht kannte. Noch dazu als einer, der als ambitionierter Läufer so 30 Kilometer und mehr die Woche unterwegs ist. Es ist seit nunmehr drei Monaten an der Tagesordnung, dass ich nach der geringsten Anstrengung, sofern mir diese überhaupt möglich ist, sofort müde und erschöpft bin. Einfache Arbeiten müssen in Etappen erledigt und die Dauer von Spaziergängen wohl überlegt werden. Zudem beängstigt mich ein unangenehm beklemmendes Gefühl in der Brust. Dass sich ein gewisses Maß an Frust einstellt ist wenig verwunderlich, zumal der "Bewegungsmensch" nun im Stillstand verharrt.
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| Ergebnis Long Covid Umfrage |
Lange Zeit dachte ich, nachdem ich im Vorjahr mein Rheuma erfolgreich besiegt habe, das wird mir mit dem Virus wohl auch gelingen. Aber das ist eine ganz andere Nummer, mit vielen Unbekannten. Ich tappe im Dunkeln. Nach einigen Recherchen erfuhr ich, dass es sich dabei um "Long Covid" handelt, dass die Langzeitfolgen noch viel zu wenig bekannt sind und unterschätzt werden. Ich erfuhr also, dass ich ebenfalls davon betroffen bin wie viele andere auch, die sogar viel schlimmer leiden als ich. Weiters erfuhr ich von Selbsthilfegruppen, wie z.B. Long Covid Österreich auf Facebook, der ich seit einiger Zeit folge und mir hilfreiche Unterstützung bietet.
Was nun?
Werde ich jemals wieder meinen Laufsport ausüben können?
Werde ich jemals wieder ausgiebige Wanderungen oder Radtouren unternehmen können?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht! Im Gegensatz zu meiner Rheumaerkrankung fehlt mir hier der Ansatz. Meine Lebenseinstellung und meine Erfahrungen als Dauerläufer mit Marathon-Erfahrung haben mir allerdings gezeigt, dass Aufgeben keine Option für mich ist. Sie haben mir in der Vergangenheit sehr oft geholfen schlechte Zeiten gut zu überstehen. Noch bin ich körperlich und gedanklich weit davon entfernt. Hinzu kommt, dass man mit heuer 72 Jahren mehr Zeit und Kraft benötigt den Körper wieder in die richtige Spur zu bringen. Warum also nicht auch diesmal?
Für Interessierte nachfolgend ein paar Links zu diesem Thema:
woman.at: "Von einem normalen Leben kann keine Rede sein“


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