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Sonntag, Februar 14

Heilfasten, eine Nachbetrachtung!

Es war heuer das dritte Mal, dass ich eine Heilfastenwoche (nach Buchinger/ Lützner) absolvierte. Machte ich das im ersten Jahr noch zögerlich und mit fehlender Motivation, so merkte ich spätestens beim zweiten Mal, welch positive Auswirkungen sich daraus auf den Körper ergeben. Ein wichtiger Aspekt wenn man, so wie ich, seit einigen Jahren an einer rheumatischen Erkrankung leidet!

Wie verläuft nun so eine ambulante Fastenwoche, die von der ausgebildeten Fastenbegleiterin Sieglinde Salbrechter bestens organisiert und durchgeführt wird? Mit einem Auftakt, der nach einer ausführlichen Einleitung die TeilnehmerInnen nach einem grauslich schmeckenden Glas Glaubersalz nach Hause schickt. Dieses ist aber unerlässlich, weil damit die Darmentleerung eingeleitet wird, die nun täglich in Eigenregie durchgeführt wird. Ein weiterer Fixpunkt ist, dass man in dieser Woche keine feste Nahrung zu sich nimmt. Die einzige "Mahlzeit" besteht aus einer klaren Suppe, die täglich von Sieglinde aus verschiedensten naturbelassenen Zutaten am offenen Feuer gekocht wird, um sie dann am Abend, bei den regelmäßigen Treffen, in Empfang zu nehmen.

An den Abenden selbst erfolgt zudem ein reger Gedankenaustausch zwischen allen Beteiligten. Hinzu kommt täglich ein Vortrag zu "gesunden Themen", Mit dabei waren aber auch eine Klangschalentherapie und ein Kirchenbesuch. Die tägliche Dosis an Kräuterwissen war obligat und mehr als umfangreich, da unsere Fastenbegleiterin ja auch ausgebildete Kräuterexpertin ist (siehe FNL). Das Programm war und ist also sehr vielseitig und so ist es auch kein Wunder, dass bei den TeilnehmerInnen kaum Wünsche offen blieben und der Zufriedenheitslevel enorm hoch war!

Bevor danach die Aufbautage beginnen, in denen man sich sehr schonend einer vernünftigen Ernährung nähert, wird das "Fastenbrechen" zelebriert. Zelebriert deshalb, weil dies in unserem Fall bei festlich gedeckten Tisch stattfand auf dem sich für jeden nur eine Mahlzeit befand - ein Bratapfel! Die Woche endete auch damit, dass jeder eine Urkunde erhielt, ein kleines Geschenk und die Gewissheit für sich selbst etwas Gutes getan zu haben!

Nachdem nun mehr als eine Woche vergangen ist, kann man ein kleines Resumee ziehen, wie sich die Fastenwoche auf meine eigene Befindlichkeit ausgewirkt hat. Ich denke sehr positiv, wenn man bedenkt dass
- mein zuvor extrem schwankender Blutdruck nun sehr stabil ist
- die (in letzter Zeit weniger werdenden) Rheumaschmerzen kaum mehr spürbar sind
- die Medikamenteneinnahme nahezu auf Null reduziert werden konnte und (für mich enorm wichtig!)
- sich der Umfang der Laufeinheiten massiv erhöht hat und das Laufen daher immer mehr Spaß macht!

Wenn das also kein Erfolg ist, was dann?

Freitag, Februar 20

Abschalten, umschalten und FASTEN!

Die Fastenzeit bezeichnet die österliche Bußzeit, die 40 Tage dauernde Vorbereitung auf Ostern. Sie beginnt unmittelbar nach Fasching mit dem Aschermittwoch und endet mit der Osternacht. Die Sonntage in der Fastenzeit gelten nicht als Fastentage und werden deshalb nicht mitgezählt - daher dauert die Fastenzeit 40 Tage.

So, oder ähnlich steht es im Internet auf den diversen Seiten zum Thema Fasten zu lesen. Die Ausgangsbasis ist also kirchlichen Ursprungs. Daneben entwickelte sich diese innere Einkehr aber immer öfter auch zur "Modeerscheinung". Man macht es, weil es schick ist. Vielfach eine bestimmte Zeit, vielfach auch um das eigene Gewissen zu beruhigen, immer öfter aber auch aus Gründen der Gesundheit - mit dem Heilfasten! So wie ich es heuer nach der Fastenmethodik nach "Buchinger/ Lützner" getan habe und dabei von der erfahrenen Fasten- und Gesundheitstrainerin Sieglinde Salbrechter professionell begleitet wurde.

Das läuft dann so ab:
Eine klare Fastensuppe
Man trifft sich zu Beginn der ambulanten Fastenwoche (jeweils an einem Donnerstag) in der Propstei bei der Kirche in Kraig und wird bestens auf die Zeit der Enthaltsamkeit eingestimmt, an der im Schnitt pro Woche so an die fünfzehn (und mehr) Personen teilnehmen. Man ist also nicht alleine. Das Ziel ist "Eine Woche nichts essen. Trinken nur Tee, Gemüsebrühe, Obstsäfte und sehr viel Wasser. Nicht lebensnotwendiges, wie zum Beispiel alle Genuss- und Suchtmittel weglassen. Lösung vom Alltag durch Abstand vom Terminkalender und Abschalten des Telefons und Vermeidung von Reizüberflutungen. Natürliches, individuelles Verhalten an den Tag legen, indem man das macht, was dem Körper gut tut. Ausschlafen kann hier genauso passen, wie bummeln, lesen oder tanzen. Alle Ausscheidungen fördern, das heißt Darm entleeren, Nieren mit trinken durchspülen, schwitzen, Atemübungen, Haut und Schleimhäute pflegen" so die Expertin von der Österreichischen Gesellschaft für Gesundheitsförderung (GGF).

So schön kann Fastenbrechen sein!
Am Ende des ersten Tages erwartet uns also ein feiner Trunk - das Glaubersalz, mit dem die Darmentleerung beginnt um dann in Eigenregie täglich durchgeführt zu werden. Die Nahrung ist flüssig und die Hauptmahlzeit besteht aus einer von Sieglinde täglich frisch zubereiteten Gemüsebrühe. Jeden Abend trifft sich die Gruppe zum Meinungsaustausch, aber auch um aus dem unerschöpflichen Kräuter- und Allgemeinwissen der Fastentrainerin zu profitieren. Sie gibt uns auch den erforderlichen Halt und motiviert. Dem nicht genug, erwartet die Teilnehmer ein überaus abwechslungsreiches Informationsprogramm mit täglich wechselnden Referenten. So erfuhren wir sehr viel über Ernährung, ChiGong, Räuchern, Apitherapie, machten Klangschalenübungen und erhielten zum Abschluss Gottes Segen in der Kirche. Waren die ersten Tage zäh, so verging der Rest der Woche wie im Flug, um am letzten Tag mit einem köstlich zubereiteten Bratapfel das Fastenbrechen zu zelebrieren (siehe Foto).

Was war nun der Grund meiner Teilnahme? In erster Linie sicher der Umstand, dass sich mein Rheuma im letzten halben Jahr verschlechtert hat und ich daher eine Verbesserung der Lebensqualität erhoffte. Natürlich aber auch der inneren Reinigung wegen und dem Umstand - eine Woche Fasten schadet nie! Fazit: Die Reinigung und Entschlackung meines Körpers haben mir gut getan, ich fühle mich freier, wähle nun meine Nahrung bewusster aus, habe einige Kilo verloren und auch einen Teil meiner Schmerzen!!

Sonntag, Februar 12

Heilfasten, wozu?

In etlichen Postings schrieb ich zuletzt über meine gesundheitlichen Probleme, die sich letztendlich als rheumatsische Erkrankung heraus gestellt haben. Im Zuge der monatelangen Ungewissheit ließ ich unzählige Untersuchungen über mich ergehen um einige Entscheidungen und Diagnosen zu akzeptieren, andere wiederum nicht. Das bedeutet, dass sowohl die Schulmedizin hilfreich war, aber auch alternative Heilmethoden. Ich nahm mir aber die Freiheit, über meinen Körper selbst zu entscheiden! Medikamente nehme ich derzeit keine mehr!

Die Fastensuppe
Tatsächlich scheint es so zu sein, dass immer etwas passieren muss, um einen nächsten Schritt zu setzen. So habe ich beschlossen, die körpereigenen Möglichkeiten verstärkt auszuschöpfen. Sei es vor kurzem über Akupunktur, oder aktuell mit dem Heilfasten! Nachdem etliche Lauffreunde mich ebenfalls dazu motivierten, schloss ich mich einer Heilfasten-Gruppe in Kraig an. Unter der Anleitung der professionellen Fastenleiterin Sieglinde Salbrechter wurden wir eine Woche lang "ambulant" begleitet. Das bedeutet, dass wir uns täglich abends trafen und zusätzlich auch telefonisch kontaktiert und beraten wurden! Mit gemischten Gefühlen stieg ich also Anfang Feber in mein "Fasten-Abenteuer" ein, das mit einem Entlastungstag begann. Dann folgte eine Woche ohne feste Nahrung, an die drei Aufbautage anschlossen. Ich befürchtete schlimmes, erlebte aber eine positive Überraschung nach der anderen!

Was haben wir gemacht?
Nun, ich habe ja keine Erfahrungswerte, aber dass wir von so abwechslungsreich betreut wurden, überraschte mich doch einigermaßen. Ein kleiner Auszug aus dem "Rundum-Sorglos-Paket":
- Ernährungsvorträge (eh klar!)
- Vortrag eines Arztes
- Körpertraining mittels "Nia"
- Einführung in TCM mit Akupunktur
- Klangschalentherapie im Seminardom "Aurora"
- ein Kirchenbesuch
- umfangreiches Kräuterwissen uvm .....

Unser Fastenbrechen
Das Hungergefühl spielte in der Fastenwoche keine bedeutende Rolle und die Runde freundlicher - und gleichgesinnter - Menschen, in der ich mich befand, wirkte wohltuend. Der Abschlussabend (das Fastenbrechen) in der Probstei in Kraig wurde wunderbar zelebriert, denn da gab es die erste feste Nahrung, einen Apfel! Die Tische waren liebevoll geschmückt, jeder Teilnehmer erhielt ein Geschenk und eine Urkunde. Mit angeregten Plaudereien klang eine spannende Woche aus!

Was hat es gebracht?
Eine ganze Menge! Zuerst die Erkenntnis, dass man locker eine Woche ohne feste Nahrung auskommen kann! Wichtig auch, dass ich wieder einmal etwas Neues probiert und meinen Körper besser kennen gelernt habe und dass ich mit bald 63 Jahren noch immer lernfähig- und willig bin!
Natürlich auch eine Gewichtsreduktion von 6 kg(!), die aber nicht der Grund der Aktion war. Mein "Kampfgewicht war zuvor schon OK! Wichtig ist, dass ich mich frischer und besser fühle und weiß, dass ich Lebensmittel bewusster auswählen und zu mir nehmen und verstärkt auf meinen Säure-Basen-Haushalt achten werde. Auch der Blutdruck hat sich wieder auf ein Normalmaß gesenkt! Es hat sich natürlich mehr getan in dieser Woche. Vorwiegend Dinge, die ich sicher noch nicht zur Gänze realisiert und noch zu verarbeiten habe.

Abschließend danke ich meinem (Lauf)Freund Guido, der mich stets dazu gedrängt hat, ganz besonders aber jener Person, die mir die Fastenwoche zu einem besonderen Erlebnis werden lies - Sieglinde Salbrechter!

Noch ein paar Links:
- Erlebnis einer Heilfasterin (Ablauf von unten nach oben geschildert)
- Angebot ambulanter Fastenwochen der GGF
- Möglicher Ablauf einer Fastenwoche
- Fotos vom Abschlussabend