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Freitag, Juni 10

Baska Revival!

Im Jahr 1998 waren wir mit unseren Kindern das erste Mal in Baska (Insel Krk), einem der schönsten Urlaubsorte, die ich an der kroatischen Adria kenne. Auch bei unseren beiden Töchtern dürfte der damalige Aufenthalt einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, denn wie sonst ist es zu erklären, dass sie uns zum Weihnachtsfest 2015 einen gemeinsamen Urlaub dahin schenkten. damals noch als großes Geheimnis, ahnte meine Frau recht bald, wohin die Reise gehen könnte!

einst ... (Baska 1998)
.... und jetzt (Baska 2016)
Anfang Juni war es so weit: Denn ganze 18 Jahre später fuhren Mama, Papa und die Kinderlein wieder an diesen beliebten Ferienort, an dem uns ein zwei Kilometer langer Feinkieselstrand und blitzsauberes Wasser erwarteten. War das Wetter zu Hause dieser Tage relativ schlecht, so lachte uns hier die Sonne entgegen. Grund genug, sich kurz nach unserer Ankunft gemeinsam mit den Töchtern ins klare Wasser zu stürzen.

Praktisch war, dass das Hotel, welches die beiden Mädels gebucht hatten, gleich neben dem Strand lag. Viele gibt es hier ja nicht und das Zvonomir gehört zu den renommiertesten! Sauber und mit geräumigen Zimmern ausgestattet. Beim Essen sind wir eigentlich nicht wählerisch, fanden aber übereinstimmend, dass die Menuauswahl kreativer sein könnte. Der Speiseraum mit Blick zum Meer ist allerdings großzügig und das Personal zuvorkommend!

Wir waren natürlich nicht nur zum Faulenzen hier und hatten täglich ein sehr abwechslungsreiches Programm. So waren wir am ersten Tag nach unserer Anreise in der Haupstadt der Insel - Krk! Auffallend die Sauberkeit, aber auch die vielen geschmackvollen Geschäfte, die vorwiegend Handarbeits- und Lederwaren anboten. Wir haben zugeschlagen!
Nach einem ausgedehnten Bummel ging es, nach einem kurzen Abstecher nach Punat, zurück nach Baska!

Am nächsten Tag dann eine ausgedehnte Bootsfahrt von Krk aus. Diese führte uns an der Küste der Insel entlang. Erster Stopp der "Goldstrand", der wohl wegen der Verfärbung der Felswand so heißt. Wir nutzten die Gelegenheit um ins Wasser zu springen und zur Bucht zu schwimmen. Traumhaft! Die Mittagspause gab es in Stara Baska (dem alten Baska) mit einem vorzüglichen Menu! Eine Besonderheit stellte die Insel Plavnk (Otok Plavnik) dar, die wir bei der Rückfahrt aufsuchten. Erstes Highlight der Besuch der Plavnik Cave (auch Liebeshöhle genannt), vor der wir nicht nur Halt machten, sondern auch (wagemutig) hinein geschwommen sind! War es zuerst ziemlich dunkel, erwartete uns im Inneren eine lichtdurchflutete Felshalle, die mystisch und beeindruckend wirkte (HIER gibt es ein Fremdvideo dazu)! Das zweite Highlight erwartete uns an den Felshängen, wo wir etliche der riesigen Weisskopfgeier erspähten, die sich hier auf der kleinen Insel niedergelassen haben!

Natürlich waren wir täglich am Strand und auch im Wasser, bummelten jeden Abend durch Baska, genossen die Angebote der Cafe's, Bars, Restaurants und romantisch anmutenden Geschäfte, um dann am vierten Tag wieder - schweren Herzens - die Heimreise anzutreten. Nicht aber, um in Postojna noch einen Abstecher zur Adelsberger, oder Postojna Grotte zu machen, deren Besuch ich gerne weiter empfehle. Ein spannender und hoch interessanter Abschluss eines schönen Kurzurlaubes. An dieser Stelle daher herzlichen Dank unseren Töchtern Karin und Iris, die uns damit ein schönes Geschenk machten. Die Tage mit euch waren unvergesslich!

Montag, Juni 22

M&M = MaliLosinj und Meer!

Wieder einmal zog es mich ans Meer, diesmal nach Mali Losinj in Kroatien, wo wir im Hotel Vespera untergebracht waren. Lange Zeit ein "altehrwürdiger Schuppen" wurde es 2009 von Grund auf renoviert präsentiert es sich als topmodernes und freundliches Familien-Hotel!

Es dauert natürlich, bis man ans Urlaubsziel gelangt, gab doch der Routenplaner eine Reisezeit von sechs Stunden an. Das bedeutet über Ljubljana weiter bis Postojna und dann Richtung Rijeka. Autobahnkilometer gibt es bis hier her nur wenige, dann gar keine mehr! Die Fahtt geht weiter Richtung Rabac/ Labin, wo kurz vorher die Fähre zur Insel Cres wartet (Brestova-Poirozina). Die Insel selbst ist ja sehr schmal, dafür aber ziemlich lang. bald aber gibt es die kleine Brücke auf der man von Cres nach Losinj gelangt und das Ziel kurze Zeit später erreicht!

Das Hotel Vespera, welches neben dem Aurora liegt, habe ich bereits erwähnt und es gibt dabei nichts zu meckern. Trotzdem soll darauf hingewiesen werden, dass es sich um ein Familien- bzw. Kinderhotel handelt. Es könnte also für jene, die unbeschwerte Ruhe suchen zu bestimmten Zeiten doch ein wenig nervig werden! Das Hotel ist aber auf alle Fälle empfehlenswert, modern eingerichtet, sauber und WLAN-fähig, das Essen ein Augen- und Gaumenschmaus der Extraklasse und die Anlage in feinem Zustand. Das Personal sympathisch, höflich und zuvorkommend!

Wir waren zur Erholung und zur Entschleunigung da - und das taten wir dann auch ausgiebig! Relaxen am Strand, Schwimmen im glasklaren Meerwasser (Pool brauche ich am Meer keinen) und lange Spaziergänge an der Küste waren an der Tagesordung. Einige Male besuchten wir auch den Ort selbst - Mali Losinj. In einer Bucht gelegen herrscht hier stets reges Treiben, denn am Hafenbecken befinden sich viele Restaurants und Geschäfte. Empfehlenswert auch die vielen Naturprodukte (Öle, Honig) die man z.b. bei Olivia kaufen kann und auf der Insel wirklich natur/ pur sind!

Es gab natürlich auch Ausflugsangebote, von denen wir einen in Anspruch nahmen und der - ohne unser Wissen - von unseren Töchtern vorab finanziert wurde (sie haben bei unserer Reisevorbereitung gut zugehört). Die Insel Susak war unser Ziel, ein merkwürdiges Eiland! Der erste Eindruck - ziemlich herunter gekommen. Was wohl auch damit zu tun hat, dass der großteil der Einwohner in den Wintermonaten in Amerika lebt (New Jersey)!! Dann aber erschließt sich ein Sandstrand, wie er sonst nur in Italien zu finden ist. Den habe ich natürlich umgehend in vollen Zügen genossen. War der Sand doch ein wenig "härter" und das Wasser daher nicht so aufgewühlt und daher sauber. Tatsache ist, aus diesem Insel-Juwel könnte man mehr machen!

Wie im Urlaub üblich, vergingen die Tage auch diesmal sehr schnell. Was blieb ist aber eine wunderbare Woche in einem herrlichen und klimatisch begünstigtem Urlaubsdomizil. Es hat alles gepasst, in der Ferien-Destination, die ich guten Gewissens weiter empfehlen kann!

Dienstag, Juni 21

Wieder da! Wieder fit?

Viele haben den Urlaub noch vor sich, ich habe ihn hinter mir. Wobei ich ja nicht der Typ bin, der wochenlang irgendwo regungslos ausharrt, sondern eher mehrmals im Jahr für ein paar Tage verreise. Bin halt ein "unruhiger Geist"! Aber das passt schon so!
Wichtig ist, dass man wegfährt, dass man innehält und dem Körper eine Pause gönnt. Ob kurz, oder lange ist geschmackssache, wichtig ist abzuschalten um vielleicht auch weniger alltägliche Dinge zu tun. Da kann dann ruhig ein wenig faulenzen dabei sein. Man kann auch gut essen und sich das eine oder andere Gläschen gönnen. Es fühlt sich auch gut an, wenn das klare Meerwasser den Körper umspült.


Genießen war also angesagt. Der Körper wollte es so, weil die Knieverletzung keine andere Möglichkeit zuließ. Denn üblicherweise sind ja die Läufer auch im Urlaub (fast) täglich auf der Strecke und natürlich hat es mich gejuckt! Aber seien wir mal ehrlich, fehlen mir die paar Kilometer in meiner "Lebenslaufleistung"? Nein! Aber die Zeit, die ich stattdessen für mich verbracht habe, war enorm wichtig. Sechs Tage am Meer, mit traumhaftem Wetter und einer fast malerisch kitschigen Mondfinsternis geben dir eine gewisse innere Ruhe.

Meinen lieben Laufkollegen ins Stammbuch geschrieben: Lasst die Laufschuhe ruhig einmal daheim. Widmet euch zur Gänze der Entspannung, der wunderbaren Umgebung, eurer Begleitung und/ oder Familie, einem guten Buch. Lasst euch fallen, es lohnt sich. Ja - und noch etwas. Auch wenn es in unserer schnelllebigen, computergesteuerten Zeit fast unmöglich erscheint, eine Woche ohne Internet - es geht. Das ist auch mit ein Grund, warum ich (noch) zu den Smartphone-Verweigerern gehöre. Allzu lange lässt sich der Zustand eh nicht mehr aufrecht erhalten. Dann wird's schwieriger ..!

Der Urlaub hielt also, was er versprach. Nur einmal wurde die Ruhe jäh unterbrochen, als ich nachts mit unerträglichen Schulterschmerzen (die mich schon ab Mittag plagten) in ein nahe gelegenes Krankenhaus musste. Ich wurde trotz mitternächtlicher Stunde freundlich und rasch versorgt. Die diensthabende Ärztin (eine resolute Frau mit starker Hand) verpasste mir eine Spritze, die mich den nächsten Tag nur teilweise bewusst erleben ließ. Keine Ahnung was die Ursache war, unlustig war es auf alle Fälle. Werde demnächst mit meinem Hausarzt drüber sprechen! Werde ich etwa alt? *)

Die Pause war also notwendig. Jetzt bin ich wieder fit und auch meine Beinchen verspüren wieder Lust auf Bewegung. So werde ich diese Woche wohl wieder meine Laufschuhe schnüren und langsam ins Geschehen einsteigen. Ich muss ja wohl auch meine FiveFingers ausprobieren, die ich dieser Tage zum Geburtstag erhalten habe!

*) Wochen und Monate voller Schmerzen und viele Untersuchungen später erfuhr ich den Grund, der mich über längere Zeit lahm legte - Rheuma

Dienstag, Oktober 6

Kurzurlaub in Umag (Cro)


Zuletzt schrieb ich, dass ich arbeitsmäßig doch viel um die Ohren hatte (hab ich noch immer, aber nach dem Urlaub geht's leichter). Es war jedenfalls Zeit für eine kurze Pause. Mein Körper - wie auch meine netten Kolleginnen - signalisierten, dass ich mir einen Urlaub gönnen soll. Bei dieser klaren Botschaft vertschüsste ich mich mich mit meiner Frau für ein paar Tage nach Kroatien. Da der Urlaub nur ein kurzer war, ging es auch nur in den ersten Ort nach der slowenischen Grenze - Umag!

Wir buchten - wie so oft - über Hofer-Reisen und wurden - wie so oft - nicht entäuscht! Das Hotel nannte sich "Sol Umag" und lag direkt am Meer, mit traumhafter Aussicht auf die Adria. Wir hatten ein Zimmer mit Meerblick, tolles Ambiente, einen herrlichen Liegeplatz, freundliches Personal und einen sensationellen Wellnessbereich, der seinesgleichen sucht und den wir natürlich auch nutzten.

Wir verbrachten die wenigen, sonnigen und warmen Tage mit relaxen, saunieren, ich zusätzlich mit einem schönen Strandlauf, Entspannung und gutem Essen. Jeden Tag schwamm ich (im Oktober!) unzählige Runden im Meer und wir genossen mit meiner Liebsten jeden Tag dieses wunderbaren Aufenthaltes! Das war dann auch der Grund, dass wir am Sonntag - schweren Herzens - wieder nach Hause fuhren! Es war kurz und schön und hat gepasst! Danke! Die Erholung war aber auch deshalb notwendig, denn der nächste Urlaub ist ein "Arbeitsurlaub", denn der New York Marathon ruft! Und die Nervosität steigt!

Sonntag, Juni 21

Laufen im Urlaub - Krk (Cro)

Vom 13. Juni weg war ich nun (bis einschließlich 20. Juni) in Kroatien und habe eine angenehm entspannende, aber trotzdem abwechslungsreiche, Woche hinter mir.

Das Hotel (RIU Blue Waves) war fertig gestellt, es gibt aber noch ein paar Kinderkrankheiten und organisatorische Mängel. Das kann in der Anfangsphase passieren, es wäre aber wünschenswert, wenn diese bald behoben sind. Denn hinzu kommt, dass Malinska ja nicht gerade der Nabel der Welt ist, für unseren hohen Erholungsbedarf aber ideal war.

Was ich in Kroatien noch nie erlebt habe - und ich bin oft da - ist ein durchgängiger Weg direkt am Strand entlang. Kilometerweit! Diesen kann man natürlich auch laufen, auch Radfahrer trifft man! Hinzu kommen sehr gut beschilderte Wanderwege rund um Malinska, die ich in dieser Form noch nie erlebt habe. Ausgestattet mit einer Wanderkarte (die schwer zu kriegen ist!?) lief ich mehrmals eine schöne Meer-Land-Route mit minimalen, teils unfreiwilligen Abweichungen. Es lohnt sich immer wieder den Urlaubsort auf diese Art und Weise zu erkundigen und mit einem Genusslauf in den Tag zu starten! So war es auch am Freitag, meinem 60. Geburtstag!

Die Woche verbrachten wir zusätzlich noch mit Ausflügen auf der Insel, wie z.B. nach Baska, den schönsten Urlaubsort Kroatiens, Punat und natürlich Krk selbst. Von dort starteten wir an einem anderen Tag zu einer Bootsfahrt mit der Mali Pin zu einer anderen Insel (davon gibt es hier genug), zu verschiedenen Badebuchten, einer Badehöhle (in die ein paar von uns auch hineingeschwommen sind, bis hin zu Stara Baska, wo wir uns stärkten. Das heisst, wir uns nicht, denn die Bora hat das Boot eine Zeit lang in ungemütliche Schauklereien versetzt. Landratten sind das nicht gewohnt!

Der letzte volle Tag war mein Geburtstag, an dem meine Frau ein Sektfrühstück zelibrierte. Wir faulenzten tagsüber und badeten im Meer (täglich mehrmals!). Am Abend gab es dann - eher zufällig - einen Galaabend. Wir bekamen den besten Tisch (ich wunderte mich schon) mit herrlichem Meerblick. Nach dem Hauptgang hörte ich im Erdgeschoss kroatische Weisen, vorgetragen von einheimischen Sängern. Diese kamen dann auch zu uns hoch, sangen weiter und intonierten dann "Happy Birthday ... lieber Reinhard!". Gleichzeitig kam dann auch noch der Oberkellner mit einer Sachertorte, drauf eine brennende Kerze (nett beim 60iger) und die Gäste daneben standen auf und klatschten. Szenen, wie man sie in einem Film erlebt gibts wirklich, wenn man so eine Traumfrau wie ich hat! Wahnsinn und unvergesslich!