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Sonntag, Februar 1

Heviz & Le Primore

In Ungarn, in der Nähe des Plattensees (Balaton) liegt der bekannte Kurort Heviz! Und genau hier wurde im Mai 2025 das Le Primore Hotel & Spa***** superior eröffnet. Eine Beschreibung dazu lautet wie folgt:
Das Herzstück ist der 11.500 Quadratmeter große allgemeine Spa-Bereich mit Thermal- und Erlebnisbecken, eigenem Heilwasserbrunnen, 25-Meter-Schwimmbecken sowie drei Sauna-Welten, ein privates Spa und ein privater Hamam. Auch für Familien ist gesorgt: Ein Kid's Spa, eine Abenteuerwelt und der Mignon Club stehen für junge Gäste bereit. Kulinarisch punktet das Haus mit dem La Vie Rooftop Gourmetrestaurant, in dem international ausgezeichnete Spitzenköche monatlich neue Menüs präsentieren. Ergänzt wird das Angebot durch das „Le Restaurant“, das „Eden Bistro“ sowie mehrere Bars und Lounges. Ein weiteres Highlight ist der Privileged Club, ein exklusives Mitgliederprogramm, das bis zu 30 Prozent Preisvorteil, bevorzugte Reservierungen sowie maßgeschneiderte Wellness- und Kulinarik-Erlebnisse bietet. Fazit: Mit Spa der Superlative, eigenem Heilwasserbrunnen, vielfältiger Kulinarik und exklusiven Club-Angeboten will das Le Primore Hévíz zu einem neuen Fixpunkt im europäischen Wellness-Tourismus werden.

Da wir ziemlich regelmäßig in der ersten Hälfte des neuen Jahres einen Erholungsurlaub buchen nutzten wir die Gelegenheit den neuen Wellnesstempel kennenzulernen. Die Fahrt nach Heviz verlief bei schlechtem Wetter, aber trotzdem angenehm, es war Sonntag! An einer freien Fläche am Ende des Ortes ragte bald der moderne Bau im Halbrund hervor. Parkplätze gab es sowohl in der Tiefgarage, wie auch im Freien, genug. Im Jänner ist üblicherweise weniger los! Das merkte man später auch im Hotel, für uns war es gewollt und sehr angenehm!

Generell ist der gesamte Hotelkomplex hell und freundlich, wie auch die Menschen, die uns am Empfang erwarteten (so wie später auch alle anderen Personen). Da wir zu früh ankamen war unser Zimmer noch nicht fertig. Eine Rezeptionistin nutzte aber die Zeit uns das Haus mit seinen Annehmlichkeiten näherzubringen, während zwei Männer sich um unser Gepäck und das Auto kümmerten. Wir sind Letzteres nicht gewohnt, aber es ist ein Fünf-Sterne-Hotel und daher üblich! Und aufdringlich war es sowieso nicht.

Unser Zimmer war wunderschön, sehr geräumig und mit riesigem Stauraum ausgestattet (zur Anmerkung, es gibt verschiedene Zimmerarten, davon welche mit Blick zur Stadt und solche hin zur freien Natur und bzw.  Außenbecken). Im Bad hat man ebenfalls genug Platz und das "Grohe Sensia Dusch-WC" ist natürlich sehr speziell und gewöhnungsbedürftig (eine kleine Anleitung wäre hilfreich).
Nachdem alles verstaut war hatten wir noch Zeit für eine erste Runde durchs Hotel. Hervorzuheben ist der Lobby-Bereich, der in der Mitte bis nach ganz oben offen, mit vielen Sitzgelegenheiten und einem Panoramalift ausgestattet ist. Ein Traum!

Da bis zum Abendessen noch Zeit war, gingen wir noch in den Thermen-Bereich des Hauses namens Eden-Spa. Wasserbecken in unterschiedlichen Größen und auch mit unterschiedlichen Temperaturen gibt es hier genug, wobei wir sehr gerne die Außenbecken nutzen (dass man hier nicht direkt hinausschwimmen kann finde ich übrigens schade). Im Schwefelbecken rundeten wir den ersten Badetag ab.

Beim Abendessen gibt es freie Platzwahl, die Kellner sind allerdings sehr bemüht dich zum besten Platz zu führen ;-) Die Essensauswahl ist riesig und qualitativ sehr hochwertig. Ich bin jetzt nicht so der Spezialist, kann mir aber nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die unzufrieden den Platz verlassen! Auch das Frühstück am nächsten Morgen war eine Klasse für sich. Wie gesagt, ich bin in solchen Belangen sehr einfach gestrickt, aber meine Frau schöpfte aus dem Vollen! Recht hat sie! Zum Essen ist noch zu erwähnen, dass alles frisch zubereitet ist, vieles aus der Region kommt und die dabei morgens sogar gekochte Eier mit Smileys  entgegen lachen!

Alle folgenden Badetage waren sehr entspannt. Schon einmal deshalb, weil alle Liegen sehr komfortabel sind (unbequeme Plastikliegen gibt es hier nicht) und die Badelandschaft groß genug für alle ist. Zwischendurch nutzten wir auch weitere Leistungsangebote, meine Frau z.B. im Kosmetikbereich und gemeinsam die Saunawelt, die viel zu bieten hat. Wir sind ja nicht wirklich "Saunierer", aber die Aroma-, Bio- und Salzsaunen deckten unsere Bedürfnisse perfekt ab!

Heviz selbst ist trotz der großen Bekanntheit eigentlich klein und überschaubar. Da das Wetter an allen Tagen ziemlich schlecht war, spazierten wir nur einmal durch den Ort und da wir schon einmal hier waren war der einzigartige Heilsee kein Thema. Wohl aber ein Abstecher in ein Kaffeehaus namens Relax mit ausgezeichnetem Kaffee und einer ebensolchen Torte!

In Summe blieben wir fünf Tage! Zu wenig für eine ausreichende Erholung, genug aber, um einen ersten Eindruck von einem außergewöhnlichen Wellnesshotel zu erhalten. Natürlich haben wir in der kurzen Zeit nicht alles gesehen und erlebt, aber wer immer hierher fährt macht nichts falsch! Und obwohl meine Frau und ich bei der Wahl unserer Urlaubsdestinationen keine "Wiederholungstäter" sind (die Welt ist so groß und schön) werden wir bestimmt wieder hierher kommen!

An dieser Stelle halte ich fest, dass weder dieser, noch andere Blogbeiträge werbefinanziert sind, sondern ausschließlich die persönlichen Eindrücke des Verfassers widerspiegeln!

Ein paar Foto-Impressionen gibt es nachfolgend mit klick auf den schwarzen Balken oben

Dienstag, August 9

Madame Butterfly und die Krimmler Wasserfälle

Der Sommer ist nicht nur die Zeit des Badens, der vielen Outdoor-Angebote und der unzähligen Möglichkeiten irgendwo die Seele baumeln zu lassen. Nein, auch wer kulturelle Veranstaltungen liebt kommt voll auf seine Rechnung! Viele Sommertheater, auf denen Laien wie Profis ihr Bestes geben, laden zum Besuch ein. Aber auch großes Theater wird - nicht nur in Salzburg - gespielt. Nicht zu vergessen die Musik in all ihren wunderbaren Facetten.
Meine Frau und ich nehmen dabei viele Angebote wahr, vorwiegend jene der kleinen Sommerbühnen, gespickt allerdings mit dem einen oder anderen Highlight. Heuer mit Madame Butterfly bei den Bregenzer Festspielen.

Rotes Haus in Dornbirn
Die Anreise von Kärnten nach Vorarlberg ist bekanntlich weit und führte uns bei der Hinfahrt über Deutschland. Die Strecke ist fad, aber nahezu durchgehend auf der Autobahn zu bewältigen. Voraussetzungen also das Ziel zügig erreichen zu können. Wenn es der Verkehr zulässt! Tat er aber nicht, das schlechte Wetter bei der Anreise übrigens auch nicht. Es dauerte also eine Weile bis wir in unserem Quartier in Lustenau ankamen, wo wir das Amedia Hotel gebucht hatten. Ziemlich neu und modern, aber auch ruhig! Da Lustenau scheinbar aus lauter Einfamilienhäusern besteht und der Ort ziemlich unübersichtlich ist und auch kein wirkliches Zentrum hat, fuhren wir nach Dornbirn, der größten Stadt des Bundeslandes Vorarlberg. Das Wetter war schön und lud zu einem abendlichen Bummel ein, den wir bei einem guten Abendessen im "Roten Haus" abschlossen. Müdigkeit machte sich breit!

Bummel durch Lindau
Am zweiten Tag fuhren wir von Bregenz aus mit dem Schiff nach Lindau deren Altstadt auf einer Insel liegt und über eine Brücke oder mit dem Schiff erreichbar ist. Die berühmte Hafeneinfahrt, bunte Häuschen, eine kleine Einkaufsstraße und ein paar wenige Sehenswürdigkeiten – mehr scheint es nicht zu geben. Während Stadtbesichtigungen häufig leicht in Stress ausarten, lädt Lindau zum gemütlichen Bummeln ein und am Ende hat man trotzdem das Gefühl, alles gesehen zu haben. Es fehlt mir der Platz die Eindrücke der Stadt zu beschreiben, daher die Empfehlung - fahren Sie hin, es lohnt sich!

Mit der Gondelbahn auf den Pfänder
Die nächste Station war der Pfänder, der Hausberg der Bregenzer, der über eine Panorama-Gondel bequem erreichbar ist. Dort oben bringen die Natur mit dem Rundblick auf 240 oft schneebedeckte Alpengipfel und den Bodensee die Gedanken zum Schweifen. Die vielen Wanderwege oder ein Besuch bei den Tieren im Alpenwildpark laden zum Genießen ein. Wer Ruhe sucht, findet diese auf der Rheintal-Aussichtsterrasse. Dort lässt es sich auf den Wellness-Bänken herrlich entspannen und wohlfühlen. Genau das taten wir auch!

Am Abend dann das Highlight des Tages, die Aufführung der Oper "Madame Butterfly" bei den Bregenzer Festspielen. Man kann darüber im Internet und den Medien genug lesen. Nur so viel: 
Ein Blatt Papier liegt im Bodensee, es ist ein bisschen zerknittert und hat Falten, es hebt sich gegen Himmel, ist 1340 Quadratmeter groß, wiegt ca. 300 Tonnen und wirkt doch federleicht. Auf dem Papier erkennt man Zeichnungen von Bergen und Bäumen und Schriftzeichen. Unglaublich diese Einfachheit, die heuer in den See gebaut wurde und dennoch eine gewaltige Kulisse bietet.
Im Gegensatz zu den Premierengästen hatten wir wunderbares Wetter und einen ebensolchen Abend, auch wenn die Geschichte der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, tragisch endet!



Die imposanten Krimmler Wasserfälle
Der nächste Tag galt der Heimreise, die aber nicht mehr über die deutsche Autobahn führte, sondern über das Inntal, weiter durchs Zillertal, über den beeindruckenden Gerlos-Pass zu den gewaltigen Krimmler Wasserfällen, die mit ihren drei Fallstufen und einer Gesamtfallhöhe von 385 Metern zu den größten Europas gehören. Um mehr zu erleben und zu sehen müsste man den Wasserfallweg hinauf gehen. Das taten wir aber nicht. Auch von ganz unten erlebten wir die Kraft des Naturschauspiels. Zum einen an jener Stelle an der die gewaltigen Wassermassen ins Tal donnern, aber auch durch die gesunde Luft, die die feinen Wasserpartikel versprühen. Nicht umsonst suchen viele Menschen, vor allem Asthma geplagte, diesen Ort auf der bei Atemwegserkrankungen Heilung verspricht. Dass das bei einem Kurzbesuch nicht möglich ist, sollte klar sein!

Durch die Bergwelt Österreich ging es weiter nach Osttirol und Lienz nach Kärnten, um am späten Abend ermüdet, aber mit einem großen Rucksack voller wunderbarer Eindrücke und Dankbarkeit, wieder nach Hause zu kommen. Schön war's!

Montag, Juni 27

Warum Zadar statt Baltikum?

Bereits Anfang des Jahres buchten meine Frau und ich wieder einmal eine Schiffsreise mit der MSC-Flotte. Die dritte sollte es werden und uns ins Baltische Meer führen. Dabei waren Aufenthalte in den sehenswertesten Städte der Region geplant: Stockholm, Helsinki, St. Petersburg, Tallin und Riga. Sehr bald jedoch nach unserer Buchung begann der Krieg in der Ukraine und St. Petersburg verlor, aufgrund der russischen Aggressoren, sehr bald seinen Reiz. Wir stornierten die Reise!

Da Bedarf und Lust auf Urlaub hatten änderten wir den Plan in einen Kroatienurlaub: Zadar sollte es werden und das war gut so! Schon deshalb, da wir in unruhigen Zeiten eine Destination ansteuern wollten, die einerseits am Meer liegt und die wir selbst mit dem Auto erreichen können. Entgegen unserer sonstigen Gepflogenheiten kam der  Umstand hinzu, dass wir hier schon einmal waren - Falkensteiner Club Funimation Borik!

Die Anlage im Rundblick vom Meer aus
Die Anlage ist nicht mehr ganz neu, aber noch immer sehr schön und einen Urlaub wert. Familien kommen hier auf ihre Rechnung, aber auch jene die gerne aktiv sein wollen. So stehen Fahrräder kostenlos zur Verfügung um direkt am Meer radeln zu können. Auch für Läufer gibt es hier viele Möglichkeiten, wie u.a. hier in meinem Track! Hinzu kommt natürlich das Badeangebot mit etlichen Pools und dem Meer vor der Haustüre! Erwähnenswert ist, dass es einen Sandstrand gibt, der sich im Meer bis weit hinein fortsetzt. Das äußerst praktisch und angenehm!

Bei den Zimmern kann ich nur von unserem berichten, es war sauber und in einer üblichen Größe. Beim Essen komme ich allerdings ins Schwärmen! So ein reichhaltiges Buffet mit so viel Auswahl und so liebevoll zubereitet sieht man wirklich selten. Wer da nichts findet ist selbst schuld! Natürlich kann es im Hochsommer anders sein, wenn das Hotel voll besetzt ist, viele Kinder da sind und Erwachsene das Angebot der Bar nutzen! Damit muss man rechnen!

Die Stadt Zadar haben wir natürlich auch aufgesucht, denn speziell die Altstadt hat es in sich! Sei es, weil es unzählige Sehenswürdigkeiten gibt, man bei der Meeresorgel seltsame Geräusche hören will oder Lust hat durch die unzähligen Gassen zu bummeln wo nette Geschäfte, Lokale und Cafe's laden zu einem Besuch einladen. Von hier aus gibt es übrigens viele Möglichkeiten mit einem Boot einen Tagesausflug zu absolvieren!

Zugegeben, wir waren diesmal ziemlich faul, kannten die Region aber schon ein wenig. Was wir noch nicht gesehen haben ist der Nationalpark Plitvicer Seen. Also nix wie hin!
Etwa 900.000 Besucher zieht es Jahr für Jahr zur wundervollen Seen-Landschaft mit ihren Wasserfällen. Insgesamt 16 Seen beherbergt der älteste und größte Nationalpark Kroatiens. Die Seen sind dabei durch die Wasserfälle und durch Überläufe miteinander verbunden und die Wege gut zu gehen. Man sollte sich - auf der Website oder im Folder - über die einzelnen Wegstrecken vorab Gedanken machen.

Da es sich bei den Plitvicer Seen um eine der Hauptattraktionen Kroatiens handelt muss man unweigerlich mit vielen Besuchern rechnen. Auch in der Vorsaison war richtig viel los! Dank Internet sollten sich unliebsame Überraschungen allerdings in Grenzen halten. Wir selbst waren ja in der Vorsaison (Ende Mai) unterwegs, das waren die Besucherströme, wie auch die Hotelbelegung überschaubar.

In Summe war der Urlaub für uns genau das was wir wollten und uns gut getan hat. Das Wetter passte, das Urlaubsziel auch, das Meer war schon "badefähig" und das Wasser klar. Zurück kommend auf den Einstieg. Die Schiffsreise hat nicht sein sollen, aber das ist in Zeiten wie diesen ein Luxusproblem. Wir sind froh und dankbar einen schönen Urlaub gehabt zu haben!

Dienstag, Januar 25

Mehr als eine Therme - Rogner Bad Blumau

Nach einigen Verschiebungen konnten meine Frau und ich nun doch ein paar Wellness-Tage in der Rogner Therme Bad Blumau verbringen, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit schon länger auf unserer Wunschliste stand. Da wir beide seit unser Corona-Erkrankung unter Long-Covid und somit unter einer permanenten Niedergeschlagenheit, Leistungsverlust und diversen Schmerzen leiden, war eine Erholung mehr als angebracht!

Die Therme, die sich im Besitz des Baumeisters Robert Rogner befindet, von diesem auch erbaut und vom Künstler Friedensreich Hundertwasser einzigartig gestaltet wurde, zählt seit vielen Jahren zu den besten Thermen des Lande. Sie ist anders, als alles andere das ich bisher erlebt habe. Das hat schon einmal damit zu tun, dass die Besucher in einem Kunstwerk wohnen welches keine geraden Linien kennt. So finden sich auch höchst selten ebene Böden und von den mehr als 2.000 Fenstern gleicht keines dem anderen. Man wird auch selten Hoteltrakte finden über die man überschreiten kann oder gar solche, die man unterirdisch bewohnt.

Auch die Entwicklung liest sich äußerst spannend, hat man einst gehofft hier Öl zu finden! Enttäuscht, dass nur Thermalwasser aus der Tiefe sprudelte, wurde die Quelle wieder zugeschüttet und später von Rogner zum Leben erweckt. Gerade diese Quelle (Vulkania), die man erst später wieder aktiviert hat, bringt reines Thermalwasser und speist auch die gesamte Energie der Therme. Konkret bedeutet das, das Rogner Bad Blumau über drei Quellen verfügt: Melchior, Balthasar und Vulkania. Melchior und Vulkania sind in den Innen- bzw. Außenthermalpools als Badewasser zu genießen, die Balthasar Quelle wird seit dem Jahr 2000 zusammen mit Vulkania für die Beheizung des gesamten Wellnessareals verwendet.

Mehr will ich über die Geschichte nicht erzählen. Es empfiehlt sich daher an einer der Führungen teilzunehmen, die dreimal pro Woche angeboten werden. Auch schon einmal deshalb, da man neben der imposanten Geschichte auch einen Überblick über das weitläufige Gelände und die vielen Möglichkeiten und Angebote erhält. Man sollte sich auf alle Fälle ein paar Tage und Nächte Zeit nehmen!

Wir genossen jedenfalls unseren Aufenthalt, verbracht dabei die meiste Zeit im hinteren Teil der Anlage, der Vulkania Badewelt, die auch sehr viele Ruheräume anbietet- Die naheliegende Salzgrotte genossen wir genauso wie den täglichen Kaffee in der Speis. Die Gegend erkundeten wir bei gemeinsamen Spaziergängen und besuchten dabei auch Andre Hellers Wassergöttin. Es gibt viele gut markierte Wanderwege und Laufstrecken, wobei ich letzteres alleine in Anspruch nahm!

Was gibt es noch zu sagen?
Die Zimmer waren sehr angenehm ruhig und wohnlich, das Badezimmer sehr speziell Das Personal war durchgehend bemüht und freundlich und das Essen sehr gut. Sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen war das Angebot nicht überladen aber mehr als ausreichend Wir fühlten uns jedenfalls sehr wohl rundherum gut betreut!

Da wir vieles nicht gesehen bzw. erlebt haben gibt es nachfolgend noch ein paar Links mit zusätzlichen Informationen und am Ende des Beitrages ein Kurzvideo der Therme Bad Blumau!
- Blogbeitrag "Auszeit in der Therme – Kurzurlaub im Rogner Bad Blumau"

Mittwoch, September 1

Verdiente Auszeit - Naturpark Grebenzen

In den letzten beiden Jahren ist so viel passiert, dass meine Frau und ich kaum die Zeit und die Möglichkeit für einen Urlaub hatten. Höchste Zeit also um eine Auszeit zu nehmen.
Spontan und auf Anraten eines Freundes buchten wir Mitte August im Gesundheitshotel Auszeit ein paar Tage zur Entschleunigung. Rückblickend gesehen war es eine gute Entscheidung! Das Hotel lief bis vor einem Jahr unter dem Namen "St. Lambrechter Hof". Neue Besitzer erneuerten den ganzen Komplex adaptierten es nun als Gesundheitshotel in dem es auch normalen Hotelbetrieb gibt. Trotz "Refreshing" fühlt man sich hier von Beginn an sehr wohl. Oder gerade deshalb?

Das Ziel war die Marktgemeinde St. Lambrecht. Diese liegt auf knapp über 1.000 Meter Seehöhe im Bezirk Murau in der Steiermark im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Mittendrin also in einem Eldorado für Wanderer und Schifahrer. Der kleine Ort (ca. 1800 Einwohner) beherbergt außerdem seit ca. 900 Jahren das mächtige Benediktinerstift St. Lamprecht, dem wir gleich am ersten Tag einen Besuch abstatteten. Eine sehenswerte Anlage, die uns stark beeindruckte.

Der erste Wandertag sollte uns auf die Grebenzen führen. Da wir ortsunkundig waren waren wir uns ob des Weges dahin unschlüssig und studierten einige Varianten. Als Kärntner kam uns der Hinweis zur "Kärntner-Riegel-Runde" gerade recht, die als mittelschwer ausgewiesen wurde. Na ja, das sehe ich heute anders!

Ausgangspunkt war der Parkplatz nach dem Auerlingsee
. Von dort war der Weg für 2-3 Kilometer recht angenehm. Dann ging es aber recht ordentlich und über Stock und Stein nach oben. Der steile Pfad führte durch dichten Wald, verlangte uns sehr viel an Kraft und Motivation ab und schien nie mehr enden zu wollen. Endlich oberhalb der Waldgrenze angekommen können wir am "Scharfen Eck" das Panorama genießen.

Von hier aus gehen wir im offenen Gelände über das Hochplateau zur Gunzenberger Alm und weiter zum "Wilden Loch", bevor wir zur Dreiwiesenhütte kommen. Eine idyllische Berghütte, bei der wir uns endlich stärken können - dachten wir. "Montag und Dienstag Ruhetag" stand auf der Tafel. Der letzte Teil der Runde führt uns schließlich immer entlang des Kärntnerriegels zurück zum Auerlingsee, Ein schöner Abschluss einer Kraft raubenden Tour!

Noch ein wenig gezeichnet vom Vortag haben wir uns für den zweiten Tag für eine bequemere Route ausgesucht, den "4-Seen-Rundwanderweg" der konditionell eher als Wohlfühl-Wanderung einzustufen ist. Einstiegsmöglichkeiten gibt es mehrere, wir entschieden uns für jene beim Hasloberteich. Vorwiegend im Wald und im leichten Up & Down ging es dahin bis zum Muhrenteich. Eingebettet in eine wunderbare Landschaft scheint er ein Eldorado für Fischer zu sein.

Nach einer Genussrast spazierten wir eine Weile durch den Wald um plötzlich und unerwartet vor dem Podolerteich zu stehen. Idyllisch und traumhaft! Der Weg führte uns zu einem weiteren Highlight, dem Dürnberger Moor. Ein einzigartiges Naturjuwel mit einer Geschichte bis hin in die Eiszeit! Der Ausgangspunkt Hasloberteich war dann auch wieder der Schlusspunkt einer wunderbaren Wanderung.

Da wir keine Lust hatten die wohltuenden Tage schnell zu beenden wählten wir den Heimweg über ein beliebtes Ausflugsziel, die Turrach! Im Gegensatz zu den angenehm ruhigen Wanderwegen des Naturparks Grebenzen war hier "die Hölle los"! Das meine ich eher im negativen Sinn, da der Bauwahn seltsame Blüten treibt! Eine Erholung wird hier zunehmend schwieriger. Schade, da wir hier regelmäßige Ausflüge unternahmen. Eines ließ ich mir aber nicht nehmen, ein Bad im Turrachsee, dessen Temperatur zu dieser Zeit so an die 17°C hatte. Sehr erfrischend, aber ein schöner Abschluss eines wunderbaren Kurzurlaubes!

Sonntag, Januar 19

Auftanken in der Therme Olimia

Mindestens einmal im Jahr versuchen meine Frau und ich einen Kurzurlaub in einer Therme zu verbringen. Da wir beide ungern an den gleichen Ort fahren steuern wir immer wieder neue Ziele an. Oder sagen wir - fast immer. Denn in der Therme Olimia waren wir nun schon das dritte Mal!

Die erste Reise in den Ort Podčetrtek gab es im Feber 1995, als die Therme noch ziemlich verschlafen war und das Hotel Atomske Toplice hieß, was für unseren Sprachgebrauch ja nicht sonderlich einladend klang. Das Angebot war bescheiden und die Anlage überschaubar. Wir fuhren damals mit unseren beiden noch sehr jungen Töchtern und der noch rüstigen Schwiegermutter und verbrachten sehr angenehme und entspannende Tage. Trotz, oder gerade aufgrund dieser Zusammensetzung!

Zehn Jahre später buchten meine Frau und ich einen Urlaub in der Therme Olimia in Slowenien. Dort angekommen kam mir die Therme doch einigermaßen vertraut vor, denn hier waren wir schon einmal! Damals, als die Anlage noch - siehe oben - Atomske Toplice hieß! Das war jetzt vom Ziel unbeabsichtigt, aber die Therme erschien im neuen Glanz, war größer und schöner geworden und unser Hotel hieß jetzt Breza! Die Haupttherme (Family Wellness Termalija) wurde zwischenzeitlich hervorragend renoviert. Was uns gefiel war, dass man zwischen Thermenbecken und Liegebereich eine versetzte und durchgehende Zwischenwand einbaute, die den üblichen Lärm unglaublich reduziert.


Diesmal (Mitte Jänner 2020) war es anders. Wir fuhren bewusst und gewollt in die Therme Olimia, buchten aber das noblere 4 Sterne Wellnesshotel Sotelia welches nahe dem angrenzenden Wald liegt. Alle Hotels sind übrigens mittels unterirdischer Gänge miteinander verbunden und mit der Therme sowieso. Nachdem wir erst am Nachmittag ankamen nahmen wir für die verbliebene Zeit die Familien-Therme in Anspruch gönnten uns aber die nächsten beiden Tage die ziemlich neue Wellnestherme Orhidelia die alle Stückerln spielt.

Hier kann man ganz abgeschirmt vom großen Familienbereich entspannen. Es gibt zahlreiche Innen- und Außenbecken, sowie viele Ruheplätze und Rückzugsorte. In den Indoor- und Outdoorbecken erwarten einen Whirlpools, Geysire (heiße Quellen), eine Lichthöhle, sowie ein Becken mit Unterwassermusik. Im Saunabereich gibt es die unterschiedlichsten Saunen, Dampfbäder und andere Entspannungmöglichkeiten.

Dass die Therme Olimia sieben Jahre in Folge als beste Therme Sloweniens ausgezeichnet wurde verwundert also nicht, denn das Angebot lässt keine Wünsche offen. Weder die Kulinarik, die vielen Animations- und Wellnesangebote und auch nicht die unzähligen Wandermöglichkeiten in der Umgebung! Vielleicht mag dem einen oder anderen die dunkle und teils kantige Architektur nicht gefallen. Aber über Geschmäcker kann man sowieso treffend diskutieren. Wichtig ist der Erholungswert und der ist hier auf alle Fälle gegeben!

Das nachfolgende Kurzvideo soll Appetit auf mehr machen!




Dienstag, Oktober 31

Lohnt sich ein Urlaub am Kreuzfahrtschiff?

Die MSC Preziosa
Kürzlich unternahmen meine Frau und ich eine schöne und unvergessliche Reise um Westeuropa. Unvergesslich auch deshalb, weil ich am Weg vom Hamburger Flughafen zum Schiff mein Handy in einem unbekannten Taxi mit unbekanntem Ziel vergaß. Nachdem die unglaubliche Geschichte noch am selben Tag ein Happyend fand konnten wir uns voll auf die Kreuzfahrt konzentrieren, die uns mit der MSC Preziosa von Hamburg bis nach Genua führte!

Im ersten Beitrag geht es um den mehrtägigen Aufenthalt bzw. dem Leben auf der MSC Preziosa aus unserer Sicht. Die Beschreibungen zu den einzelnen Stationen (Hamburg, Zeebrügge, Southhampton, La Coruna, Lissabon, Gibraltar, Barcelona) folgen demnächst!

Unsere Balkonkabine
Da wir bereits im Jahr 2013 mit der bewährten Flotte von MSC Kreuzfahrten unterwegs waren (siehe LINK) kannten wir uns bereits ein wenig aus und nahmen daher auch wieder eine (sehr geräumige) Balkonkabine der Kategorie Fantasica. Diesmal im 13. Stock. Ganz oben ist empfehlenswert, das letzte Stockwerk unter dem Freizeitbereich des darüber liegenden Oberdecks weniger. Denn bedingt dadurch, dass dieses über die Kabine hinausragt hat man eine Art Vordach mit Sichteinschränkungen. Hinzu kommt, dass die fleißigen Bienen des Schiffes sehr früh mit dem hörbaren Putzen beginnen.

Oberdeck bei Schönwetter!
Bleiben wir bei den Oberdecks, die bei Schönwetter natürlich gut besucht sind. Hat man hier doch etliche Swimmingpools und viele Möglichkeiten zum Relaxen. Nachteilig wirkt sich hier vielleicht die hohe Dichte an so genannten Proleten aus, die hier öffentlich ihren vermeintlichen Luxus zur Schau stellen. Dass tun sie vorwiegend indem sie sich lautstark unterhalten, unmöglich benehmen und ein unappetitliches Essverhalten an den Tag legen! Sie sind erfreulicherweise die Minderheit!

Lobby-Bereich
Ein Schiff dieser Größenordnung ist wie eine kleine Stadt mit allem was dein Herz begehrt. Die Unterhaltungsmöglichkeiten für Jung und Alt und die täglichen Shows im riesigen Theater (für 1.600 Personen!) halten jeden internationalen Vergleich stand. Tagsüber vielleicht mit Wellness, beim Relaxen, der Stärkung in einer der Bars und Cafe's oder am Abend in einem der unzähligen Restaurants oder in der atemberaubenden Lobby, die glitzert und funkelt. Langeweile kommt hier wohl kaum auf!
Mitten im Geschehen immer wieder Jimmy, der Kreuzfahrtdirektor. Egal ob er mehrsprachige Durchsagen macht, im Theater die Shows präsentiert oder zu späterer Stunde selbst zur Gitarre greift und Elvis singt. Der Mann ist ein Naturereignis, stets gut gelaunt, humorvoll und kompetent!

Restaurant Golden Lobster
Für Essen und Trinken gibt es hinreichend Möglichkeiten, wobei wir jene im Restaurant Golden Lobster bevorzugten. Es gab stets mehrere Menus zur Auswahl, die vom durchwegs freundlichen Personal rasch serviert wurden. Alternativ hatte man auch die Möglichkeit im großen Buffet am Oberdeck zu speisen, welches wir sowieso mittags in Anspruch nahmen, wenn wir am Schiff waren. Gefrühstückt haben wir zumeist auch ganz oben, weil es nur ein Stockwerk ober uns lag. Allgemein ist das Essen im Preis enthalten, für die Getränke kann man vorab ein entsprechendes Paket mit einem Pauschalpreis buchen und vereinfacht die Abwicklung!

Abschied von der MSC Preziosa
Immer wieder beeindruckend sind Organisation und Logistik auf so einem Giganten, wo doch einige tausend Menschen zu koordinieren sind. Egal ob bei Landausflügen, Änderungen im Fahrplan (in unserem Fall Zeebrügge anstelle von Le Havre), die diversen Veranstaltungen, Notfälle und Wünsche bei manchen Gästen, beim Ein- und ganz besonders dem Auschecken. Es funktioniert nahezu reibungslos! Beruhigt können auch jene mit empfindlichem Magen sein, man spürt kaum, dass das Schiff fährt. Wer dennoch vorsorgen will, dem sei das dem Sea-Band gegen Reiseübelkeit empfohlen.

Fazit!
Natürlich Raunzer und Nörgler wird es immer geben und wenn man etwas finden will, so findet man es auch! Vielleicht war das Essen beim letzten Mal bekömmlicher, vielleicht hat das eine oder andere vielleicht nicht 100%ig geklappt, in Summe war es ein Traumurlaub und das zählt! Die Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren wieder ein Angebot von MSC Kreuzfahrten in Anspruch zu nehmen ist daher sehr hoch! Vielleicht einmal in den hohen Norden? Wer weiß?
Um abschließend die Frage in der Überschrift zu beantworten ob sich ein Urlaub am Kreuzfahrtschiff lohnt.
Das muss jeder für sich selbst tun. Für uns lautet sie JA! Probieren wäre so eine Empfehlung!

Eine kurze Übersicht zur MSC Preziosa gibt's im nachfolgenden Video!

Freitag, Juni 10

Baska Revival!

Im Jahr 1998 waren wir mit unseren Kindern das erste Mal in Baska (Insel Krk), einem der schönsten Urlaubsorte, die ich an der kroatischen Adria kenne. Auch bei unseren beiden Töchtern dürfte der damalige Aufenthalt einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, denn wie sonst ist es zu erklären, dass sie uns zum Weihnachtsfest 2015 einen gemeinsamen Urlaub dahin schenkten. damals noch als großes Geheimnis, ahnte meine Frau recht bald, wohin die Reise gehen könnte!

einst ... (Baska 1998)
.... und jetzt (Baska 2016)
Anfang Juni war es so weit: Denn ganze 18 Jahre später fuhren Mama, Papa und die Kinderlein wieder an diesen beliebten Ferienort, an dem uns ein zwei Kilometer langer Feinkieselstrand und blitzsauberes Wasser erwarteten. War das Wetter zu Hause dieser Tage relativ schlecht, so lachte uns hier die Sonne entgegen. Grund genug, sich kurz nach unserer Ankunft gemeinsam mit den Töchtern ins klare Wasser zu stürzen.

Praktisch war, dass das Hotel, welches die beiden Mädels gebucht hatten, gleich neben dem Strand lag. Viele gibt es hier ja nicht und das Zvonomir gehört zu den renommiertesten! Sauber und mit geräumigen Zimmern ausgestattet. Beim Essen sind wir eigentlich nicht wählerisch, fanden aber übereinstimmend, dass die Menuauswahl kreativer sein könnte. Der Speiseraum mit Blick zum Meer ist allerdings großzügig und das Personal zuvorkommend!

Wir waren natürlich nicht nur zum Faulenzen hier und hatten täglich ein sehr abwechslungsreiches Programm. So waren wir am ersten Tag nach unserer Anreise in der Haupstadt der Insel - Krk! Auffallend die Sauberkeit, aber auch die vielen geschmackvollen Geschäfte, die vorwiegend Handarbeits- und Lederwaren anboten. Wir haben zugeschlagen!
Nach einem ausgedehnten Bummel ging es, nach einem kurzen Abstecher nach Punat, zurück nach Baska!

Am nächsten Tag dann eine ausgedehnte Bootsfahrt von Krk aus. Diese führte uns an der Küste der Insel entlang. Erster Stopp der "Goldstrand", der wohl wegen der Verfärbung der Felswand so heißt. Wir nutzten die Gelegenheit um ins Wasser zu springen und zur Bucht zu schwimmen. Traumhaft! Die Mittagspause gab es in Stara Baska (dem alten Baska) mit einem vorzüglichen Menu! Eine Besonderheit stellte die Insel Plavnk (Otok Plavnik) dar, die wir bei der Rückfahrt aufsuchten. Erstes Highlight der Besuch der Plavnik Cave (auch Liebeshöhle genannt), vor der wir nicht nur Halt machten, sondern auch (wagemutig) hinein geschwommen sind! War es zuerst ziemlich dunkel, erwartete uns im Inneren eine lichtdurchflutete Felshalle, die mystisch und beeindruckend wirkte (HIER gibt es ein Fremdvideo dazu)! Das zweite Highlight erwartete uns an den Felshängen, wo wir etliche der riesigen Weisskopfgeier erspähten, die sich hier auf der kleinen Insel niedergelassen haben!

Natürlich waren wir täglich am Strand und auch im Wasser, bummelten jeden Abend durch Baska, genossen die Angebote der Cafe's, Bars, Restaurants und romantisch anmutenden Geschäfte, um dann am vierten Tag wieder - schweren Herzens - die Heimreise anzutreten. Nicht aber, um in Postojna noch einen Abstecher zur Adelsberger, oder Postojna Grotte zu machen, deren Besuch ich gerne weiter empfehle. Ein spannender und hoch interessanter Abschluss eines schönen Kurzurlaubes. An dieser Stelle daher herzlichen Dank unseren Töchtern Karin und Iris, die uns damit ein schönes Geschenk machten. Die Tage mit euch waren unvergesslich!

Sonntag, Dezember 20

Wintertherme in Zreče!

Um der vorweihnachtlichen Hektik zu entfliehen und den "Normalmodus" so lange wie möglich zu bewahren, fuhren meine Frau und ich letztes Jahr zum ersten Mal Mitte Dezember in eine Therme. Nachdem die Idee sehr gut war, die Auslastung der Hotels um diese Jahreszeit eher bescheiden, praktizierten wir das "Erfolgsrezept" auch heuer wieder. Diesmal in Zreče, Slowenien!

Die Therme in Zreče liegt unweit des Schi- und Erholungsgebietes Rogla. Der Ort Zrece selbst ist eher zu vernachlässigen, aber deshalb sind wir ja nicht hingefahren. Umso angenehmer aber die Umgebung, in der man weitläufig spazieren, wie auch laufen kann. Perfekt gepasst hat auch das heilende Thermalwasser, welches sich äußerst positiv bei Erkrankungen des Bewegungsapparats auswirkt. Das passt!

Untergebracht waren wir im ziemlich neuen Hotel Atrij, welches zum dreiteiligen Hotelkomplex "Dobrova" gehört, der direkt an die Therme angeschlossen ist, die auch öffentlich für Besucher freigegeben ist. Natürlich gab es dadurch am Wochenende bzw. an den Abenden ein wenig mehr Gäste. Übermäßige Drängerei gab es aber trotzdem nicht, da um diese Zeit generell weniger los ist! Viel los war dafür mehrere Tage im Hotel selbst. Dies aber durch eine völlig unnötige Planung der Hotelleitung, die ein Jugendorchester einquartiert hat, welches drei Tage lang musiziert hat. Was sprach dagegen?

Der Umstand, dass drei Tage lang von früh bis spät in die Nacht schwere Orchestermusik geprobt (und nicht gespielt) wurde. Bei "Pauken und Trompeten" handelt es sich in diesem Fall um keine Redewendung, sondern um permante, extrem laute, wie auch polternde Lärmbelästigung, die in einem Wellness-Hotel, in dem man sich erholen will, nichts verloren hat! Auch wenn man Verständnis dafür aufbringen mag, dass Hotels stets versucht sind, sich um eine gewisse Auslastung zu bemühen! Diese war alles andere als angebracht!

Ruhe kehrte am Montag wieder ein, auch deshalb, da unser Hoteltrakt ab diesem Zeitpunkt nur mehr von uns bewohnt wurde. Das andere Extrem. Dies führte auch dazu, dass wir am Abend des a la Carte Essens ganz alleine von einem noblen Kellner bedient wurden. Top-Essen, aber trotzdem recht merkwürdig!

Erwähnt werden soll zum Schluss, dass das Personal stets höflich, zuvorkommend und hilfsbereit war, die Zimmer im Atrij mehr als groß und geräumig sind, die Matratzen aber mit der tollen Einrichtung nicht mithalten können. Dass wir ausgedehnte Spaziergänge unternahmen und ich die Gelegenheit zu einem feinen Sonntagslauf nutzte. Aber auch dass das Wasser - speziell im Außenbecken - eine Spur wärmer sein könnte. Mit ein Grund, warum sich hier kaum jemand aufgehalten hat. Und wenn - nur sehr kurz!

Im Gegensatz zum Thermenaufenthalt vor einem Jahr in Lasko, war der Aufenthalt wohl auch erholsam und vom Hotel her sicher schön, aber nicht so, dass wir unbedingt wieder hierher kommen wollen! Schade eigentlich!

Montag, Juni 22

M&M = MaliLosinj und Meer!

Wieder einmal zog es mich ans Meer, diesmal nach Mali Losinj in Kroatien, wo wir im Hotel Vespera untergebracht waren. Lange Zeit ein "altehrwürdiger Schuppen" wurde es 2009 von Grund auf renoviert präsentiert es sich als topmodernes und freundliches Familien-Hotel!

Es dauert natürlich, bis man ans Urlaubsziel gelangt, gab doch der Routenplaner eine Reisezeit von sechs Stunden an. Das bedeutet über Ljubljana weiter bis Postojna und dann Richtung Rijeka. Autobahnkilometer gibt es bis hier her nur wenige, dann gar keine mehr! Die Fahtt geht weiter Richtung Rabac/ Labin, wo kurz vorher die Fähre zur Insel Cres wartet (Brestova-Poirozina). Die Insel selbst ist ja sehr schmal, dafür aber ziemlich lang. bald aber gibt es die kleine Brücke auf der man von Cres nach Losinj gelangt und das Ziel kurze Zeit später erreicht!

Das Hotel Vespera, welches neben dem Aurora liegt, habe ich bereits erwähnt und es gibt dabei nichts zu meckern. Trotzdem soll darauf hingewiesen werden, dass es sich um ein Familien- bzw. Kinderhotel handelt. Es könnte also für jene, die unbeschwerte Ruhe suchen zu bestimmten Zeiten doch ein wenig nervig werden! Das Hotel ist aber auf alle Fälle empfehlenswert, modern eingerichtet, sauber und WLAN-fähig, das Essen ein Augen- und Gaumenschmaus der Extraklasse und die Anlage in feinem Zustand. Das Personal sympathisch, höflich und zuvorkommend!

Wir waren zur Erholung und zur Entschleunigung da - und das taten wir dann auch ausgiebig! Relaxen am Strand, Schwimmen im glasklaren Meerwasser (Pool brauche ich am Meer keinen) und lange Spaziergänge an der Küste waren an der Tagesordung. Einige Male besuchten wir auch den Ort selbst - Mali Losinj. In einer Bucht gelegen herrscht hier stets reges Treiben, denn am Hafenbecken befinden sich viele Restaurants und Geschäfte. Empfehlenswert auch die vielen Naturprodukte (Öle, Honig) die man z.b. bei Olivia kaufen kann und auf der Insel wirklich natur/ pur sind!

Es gab natürlich auch Ausflugsangebote, von denen wir einen in Anspruch nahmen und der - ohne unser Wissen - von unseren Töchtern vorab finanziert wurde (sie haben bei unserer Reisevorbereitung gut zugehört). Die Insel Susak war unser Ziel, ein merkwürdiges Eiland! Der erste Eindruck - ziemlich herunter gekommen. Was wohl auch damit zu tun hat, dass der großteil der Einwohner in den Wintermonaten in Amerika lebt (New Jersey)!! Dann aber erschließt sich ein Sandstrand, wie er sonst nur in Italien zu finden ist. Den habe ich natürlich umgehend in vollen Zügen genossen. War der Sand doch ein wenig "härter" und das Wasser daher nicht so aufgewühlt und daher sauber. Tatsache ist, aus diesem Insel-Juwel könnte man mehr machen!

Wie im Urlaub üblich, vergingen die Tage auch diesmal sehr schnell. Was blieb ist aber eine wunderbare Woche in einem herrlichen und klimatisch begünstigtem Urlaubsdomizil. Es hat alles gepasst, in der Ferien-Destination, die ich guten Gewissens weiter empfehlen kann!

Dienstag, Dezember 16

Entschleunigung in Lasko!

Die beste Ehefrau von allen hat mich dieser Tage zu einem Thermenaufenthalt nach Lasko (Laško) eingeladen. Eine Stadt in Slowenien, bekannt für Wellness und dem guten Bier gleichen Namens aus der ortsansässigen Brauerei.

Unser Ziel waren ein paar gemeinsame Tage der Entschleunigung zu verbringen. So war es naheliegend, dass wir viel Zeit in der großzügigen Anlage der Thermana Lasko verbrachten. Wir nutzten aber auch die Möglichkeit, die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Das bedeutet Spaziergänge der Savinja entlang, in den Ort selbst, aber auch zur hoch gelegenen Kirche St. Mihael (Šmihel).

Der Aufenthalt war wirklich Erholung pur, bedingt auch dadurch, dass Wellnessurlaube im Dezember eher selten gebucht werden und das Hotel sehr spärlich belegt war. Kein Gedränge, wie es zu Jahresbeginn oft der Fall ist. Trotzdem war aber das Frühstücks- und Abendbuffet mehr als reichhaltig sortiert, die Speisen köstlich und das Personal überdurchschnittlich freundlich und hilfsbereit. Eine Hotelanlage, die wir gerne in Erinnerung
behalten werden!

Bei Heimreise machten wir einen Zwischenstopp in der slowenischen Hauptstadt Laibach (Ljubljana), die ich zuletzt vor mehr als 20 Jahren besuchte und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus! So eine pulsierende, moderne, lebhafte und von tausenden Menschen besuchte Stadt habe ich selten erlebt. Wir streiften also durch die wunderschöne Altstadt, den Weihnachtsmarkt bis hin zum zentralen Marktplatz, ein absolutes Highlight für alle Laibach-Besucher.

Ein schöner Abschluss eines ebenso schönen Urlaubes!

Freitag, Oktober 17

Rund um den Bodensee!

Ferienbauernhof Dür/ Bregenzerwald
Es ist schon ein Monat her, dass uns ein wunderschöner Urlaub an den Bodensee führte. Genauer gesagt nach Alberschwende, wo wir im traumhaft gelegenen Ferienbauernhof Dür unser Quartier aufschlugen. In einer Gegend, die eher selten zu unseren Reisezielen zählte. Diesen Umstand nutzten wir aber, um die Bodenseeregion intensiv zu erkunden!

Tag 1
Dieser führte uns in nahe gelegene Orte. Zu allererst nach Bregenz, die Hauptstadt Voralbergs mit einem Bummel durch den Ort und an den See. Danach ging es weiter nach Lindau, mit der wunderschönen Altstadt auf der Insel. Sehens- und empfehlenswert!

Tag 2
Dieser Tag führte uns zur Insel Mainau, wobei wir bei der Anreise der Empfehlung unserer Gastgeberin Frau Dür folgten und mit dem Auto nach Friedrichshafen führen und dort mit dem Schiff weiter zur Insel Mainau. Insgesamt fast vier Stunden Bootsfahrt reichen.
Blumenpracht in Mainau
Die Insel selbst natürlich ein Traum und mit einem Blumen- und Pflanzenmeer bestückt, welches seinesgleichen sucht. Imposant. Zum Zeitpunkt unseres Besuches zierten 12.000 Dahlien die Insel. Auch hier vergebe ich das Prädikat wertvoll!

Tag 3
Eigentlich war nur ein kürzerer Ausflug in die Schweiz geplant. Als ich dann für einen Tag Autobahn-Nutzung eine Jahreskarte kaufen musste (!!) blieb ich am Gaspedal und für nach Zürich. Da wollte ich immer schon hin! Man merkt, dass hier viele betuchte Menschen wohnen und in der berühmten Bahnhofstraße reiht sich ein Modelabel an das andere. Es war imposant und richtig, die Stadt zu besuchen, ich vermisste aber eine Wohlfühlatmosphäre. Die fanden wir in der nächsten Station - St. Gallen. Ein wunderschöne Stadt mit alten Fachwerkbauten und einer imposanten Kirche.
Fazit: Zürich - na, ja! St. Gallen immer einen Besuch wert!

Tag 4
Schloss Neuschwanstein in Schwangau
Da ging es in die entgegengesetzte Richtung, nach Deutschland, genauer gesagt nach Schwangau. Hier befinden sich ja die berühmten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohen-Schwangau, die wir genau in dieser Reihenfolge besuchten, Neuschwanstein sieht ja aus, als ob es gerade erst erbaut wäre. Unglaublich schön! Aber auch das mir bis dahin nicht geläufige Hohenschwangau ist schön anzusehen und ebenfalls sehr reizvoll!
Negativ ist anzumerken, dass man bei Neuschwanstein nur bis hinter den Eingangs-Torbogen gehen kann, wenn man keine Führung gebucht hat. Das hatten wir nicht, weil vier Stunden Wartezeit notwendig gewesen wären. Bei Hohenschwangau kann man hingegen wesentlich mehr sehen!

Tag 5
Da führen wir nur ein paar Kilometer bis nach Dornbirn. Dort erwartete uns bei inatura ein hoch interessantes Museum, in dem man die Kräfte der Natur, des Magnetismus und der Elektrik bewundern und ausprobieren kann. Zusätzlich gab es noch die Ausstellung Mensch, aus der Innenansicht. Das bedeutet, man ging beim Mund hinein, um beim Darm wieder hinaus zu gehen. Spannend!
Ein wenig Natur muss sein und daher suchten wir anschließend die Rappenloch-Schlucht auf. Es gibt gut befestigte Steige, sodass man die Schlucht gefahrlos durchwandern und sich auf die Schönheit der Umgebung konzentrieren kann!
Beide Ausflugsziele eine Reise wert!

Vaduz mit Fürstsnschloss im Hintergrund
Tag 6
Der letzte Urlaubstag führte uns nach Vaduz. Nicht um wieder die Mautkarte bestmöglich zu nutzen, sondern einmal die geheimnisumwitterte Hauptstadt Liechtensteins kennen zu lernen. Man merkt, hier ist der Geldadel zu Hause. Und wie in Zürich nahm ich die Stadt zur Kenntnis, war von ihr aber nicht verzaubert. Wir gingen noch hoch zum Schloss, welches aber für Besuche nicht frei gegeben ist. Zum Abschluss genehmigten wir uns noch je einen Apfelstrudel mit Vanillesauce und Kaffee um satte 28,- Euro!

Nachdem wir abends immer in den wunderschön gelegenen Bauernhof der Familie Dür in Alberschwende zurückkehrten. Hier die Ruhe, Stille und fürsorgliche Betreuung genossen, stellten die vielen Ausflüge keine Belastung dar. Es war in Summe ein traumhaft schöner Urlaub! Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich beim "Hauptsponsor" dieser Reise, der Firma Recheis. Meine Frau hat den Aufenthalt im Zuge eines Preisausschreibens gewonnen!