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Samstag, Juni 22

Laufend gefilmt!

Vor einigen Wochen habe ich mir bei Hofer/ Aldi eine Maginon Cam-Sonnenbrille angeschafft. Der Hintergedanke dabei war, dass ich nun einige meiner traumhaft schönen Laufstrecken filmisch festhalten kann. Dafür hat man ja so etwas! Denn, in der Kaufanleitung steht ja "speziell für Outdoor- und Sportbegeisterte entwickelt, um Ihre Aktivitäten jederzeit auf Video festzuhalten".

Schon recht bald probierte ich die Brille bei einem etwas mehr als einstündigen Waldlauf aus. Das Ein- und Ausschalten klappt mit einem großen Knopf auf der rechten Seite einfach. Noch einfacher wäre es, wenn das Kontroll-Lämpchen sichtbar platziert wäre. Dann gäbe es die Gewissheit läuft! Sie lief aber auch so! Zu Hause angekommen übertrug ich die Daten mit dem USB-Kabel zum PC und merkte recht bald, dass ich das nächste Mal die Strecke in Etappen drehen werde. Denn, auch wenn die Aufnahmen hauptsächlich für den Eigenbedarf geplant sind, einen einstündigen Film mit Laufen und Schnaufen schau nicht einmal ich mir an!

Diese Woche nahm ich mir neuerlich eine Waldstrecke mit einigen Steigungen vor, die ich filmisch in mehrere Teilstrecken "zerlegte"! Das war gut so, denn es geht ja nicht nur um die Dauer der Videosequenz, sondern auch darum, dass nicht alles so wahnsinnig interessant ist. Zusätzlich war auch feststellbar, dass Streckenteile, die mich sehr faszinieren, im Video als solches nicht erkennbar waren. Das größte Manko, welches natürlich nur beim Laufen feststellbar ist, hat nichts mit der Qualität der Brille zu tun, sondern mit der Sportart. Denn hier ist eine ruhige Kameraführung unmöglich, das merkt man auch im nachfolgenden Video. Natürlich gibt es bei YouTube eine Möglichkeit die "Wacklerei" zu unterbinden, aber das hat mir dann gar nicht gefallen!

Fazit:
Die Brille sieht optisch gut aus und könnte auch so getragen werden! Die Qualität der Kamera ist sehr gut, die Bedienung mehr als einfach. Mit einer Stunde Aufnahmezeit auf eine 4GB Speicherkarte sollte man das Auslangen finden. Und natürlich werden die wiedergegebenen Filme bei Outdoor-Sportarten wie Radfahren, Snowboarden, Wandern, wesentlich besser. Die Filme sind also OK und so bin ich mit dem Kauf der Cam-Sportbrille sehr zufrieden.

Noch kurz zum Lauf selbst: Die Strecke verläuft vorwiegend im Wald und es geht teilweise recht ordentlich hinauf. Die Filmsequenz zeigt mich von Kilometer 8,5 bis 9,5, zum Teil im dichten Wald mit einem sehr schmalen Weg, der zum Schluss steil nach oben führt. Das ist im Film optisch nicht so erkennbar, eher an meinen Atemgeräuschen ;-). Man sieht hier allerdings auch nur ansatzweise in welch traumhaft schönen Laufparadies ich mich hier bewegen darf!

Montag, Oktober 24

Lauf Alter!

Mit meinen 62 Lenzen zähle ich ja nicht gerade zu den Jüngsten. Trotzdem bin ich geistig, wie auch körperlich in einer sehr guten Form. Dies natürlich deshalb, weil beides ständig gefordert wird. Letzteres aus bekannten Gründen derzeit ein bischen weniger, aber das wird schon wieder.

Es gibt ja verschiedene Alte. Solche, die ich im Vorjahr (leider) bei einem Kuraufenthalt erlebt habe und deren Leben scheinbar vorbei ist. Und natürlich solche, die im Alter von 100 Jahren noch einen Marthon laufen. Wie der Inder Fauja Singh! Das ist aber dann schon die Ausnahme! Keine Ausnahme sollte es aber darstellen, wenn ältere Menschen laufen und dies bis mindestens 80 Jahren (und darüber) auch beibehalten. Die Basis dazu ist natürlich eine entsprechende Lebensweise und eine einigermaßen regelmäßige ärztliche Kontrolle.


Wettbewerbe sollten daher, bei diesen Voraussetzungen, kein Problem darstellen. Und wenn man sich die Masters-Bestenliste so ansieht, dann wird so manch junger Läufer blass. In der Männerklasse 60+ (also meiner) liegt die Marathonbestzeit bei 2:36:30 (Frauen 3:01:30)! Machen wir einen Zehnersprung und gehen zu den 70-jährigen, so stehen da 2:54:48 (Frauen 3:44:15). Auch die 80-jährigen lassen sich nicht lumpen und knallen 3:25:43 (Frauen 4:31:42) auf den Asphalt! Gewaltig, nicht?! Bescheiden füge ich hinzu, dass meine Bestzeit aus dem Jahr 2005 (mit 56 Jahren) bei 3:46:50 liegt! In der Folge gelang mir das nicht mehr, pendle aber zwischen 3:50 und maximal 3:59!

Ein interessantes Spielchen bieten die Laufzeitrechner, die aus deiner Laufzeit im "hohen Alter" jene Zeit errechnen, die du im besten Alter gelaufen bist. Da gibt es einen von Laufspass und einen weiteren bei Marathon Austria. Dieser gibt mir mit meinem aktuellen Leistungsvermögen von 3:55:00 eine Zeit von 3:07:36, die ich mit 28 Jahren gelaufen wäre. Damit kann ich gut leben. Sehr gut sogar!

Fazit:
Ich glaube dass ältere Menschen viel mehr laufen sollen, bzw. sich generell mehr bewegen sollen. Nicht jeder ist ein Läufer, aber jeder halbwegs gesunde Mensch sollte sich bewegen können. Natürlich ist es schwer im fortgeschrittenem Alter mit Sport zu beginnen. Viele die nicht bereit sind etwas zu tun findet man als Stammgäste in Arztpraxen und (noch schlimmer) Krankenhäusern wieder. Daher mein Apell an die jüngeren LeserInnen, die mich erfreulicherweise in hoher Zahl in meinem Blog begleiten: Seit stolz darauf, dass ihr euch bewegt, dass ihr Freude am Sport habt und an Wettbewerben teilnehmt! Bleibt dran und lauft, solange euch die Füße tragen. Es lohnt sich!

Samstag, März 26

Lauf in einen frühlingshaften Morgen!

In diesem Blog habe ich mir vorgenommen mehr über allgemeine Dinge des Laufens zu schreiben und weniger über meine eigenen Erlebnisse. Natürlich wird es immer wieder einmal zu Ausnahmen kommen, wie eben dieser Bericht zum Morgenlauf dieser Woche. Natürlich gibt es damit auch eine Botschaft. Nämlich an jene, die noch nicht wissen warum so viel Verrückte vom Laufen schwärmen. Die Botschaft soll sich aber auch an jene richten, die zumeist die gleiche Strecke laufen. Es gibt andere Möglichkeiten, wie das hier beschriebene Beispiel zeigt!

Meine liebsten Läufe sind also jene am frühen Morgen, wie z.B. am Freitag dieser Woche. Der Tag ist noch jungfräulich, das Wetter angenehm und der Himmel nahezu wolkenlos. Gerade richtig um in und um den Wald zu laufen. Solche Strecken gibt es in meiner Heimat massenhaft, die meisten noch dazu immer mit einigen hundert Höhenmetern verbunden. Diesmal führte mich meine Tour um die Burgruine Taggenbrunn, die vorwiegend im Wald verläuft, bzw. auf Schotter- und Waldboden.

Musik ist ein Teil meines Lebens, gehört aber in meinem Fall beim Laufen nie dazu. Das hat den einfachen Grund, dass ich die wunderbare Gegend mit allen Sinnen erleben will. Ich will die Vögel zwitschern hören, die Geräusche, die der Wald von sich gibt, den Bach, der sich in der Morgensonne spiegelt. Ich bleibe auch hin und wieder stehen, um die Kraft der Bäume zu spüren.

Diesmal habe ich - nach langer Zeit wieder einmal - den Lauf in einigen Fotos festgehalten, die das tatsächlich Erlebte aber niemals wiedergeben können. Es ist mir aber trotzdem ein Bedürfnis zu zeigen wie schön laufen sein kann und warun es so viele Verrückte gibt, die das tun! Ich bin einer von ihnen ...!

P.S.
Den Lauf nutzte ich wieder um meine Brooks-Produkte ausgiebig zu testen. Diesmal
- Shirt: Infiniti 1/2 Zip
- Hose: Infiniti Tight
Die Fotoserie zum Lauf findest du zur Gänze HIER!

Ach ja! Ich wünsch euch einen schönen Start in die Sommerzeit!!