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Sonntag, April 10

That's the way, aha, aha I like it!

Die Überschrift habe ich diesmal einem alten Songtitel entnommen (K.C. & The Sunshine Band), dessen Inhalt natürlich nix mit der nachfolgenden Story zu tun hat, allerdings mit dem Umstand, den Weg über die vier Berge, den Vier-Berge-Lauf also, den mag ich! Obwohl, die letzten Jahre, das war nix! Meine im Blog mehrmals beschriebene Krankheit ließ mich einige Jahre hintereinander nicht starten bzw. ausfallen, wenn ich es doch versuchte. Mehr als zehn bis fünfzehn Kilometer am Stück ging einfach nicht! Und mit Gewalt schon gar nicht! Diesmal sollte alles besser werden ...!

Erstmals hatte ich "Carli" dabei, die Labradorhündin meiner älteren Tochter. Als notorischer "Einzelgänger" ist das recht praktisch, weil ich in Begleitung, aber trotzdem in meinem Wunschtempo unterwegs bin. Ich freue mich aber trotzdem, wenn sich zwischendurch Gespräche mit Freunden ergeben, auf die man hin und wieder trifft, so auch diesmal! Bis es so weit ist, muss man aber zum Magdalensberg hinauf. Geschieht das üblicherweise mit einem der Zubringerbusse, so war meine Frau diesmal so freundlich, mich zu später Stunde auf den Berg zu führen! Oben angekommen fiel sogleich auf, dass scheinbar die "Schönwetter-Pilger" fehlten und so auch mindestens die Hälfte der Wanderer!

Eine Strecke, die's in sich hat!
Nach der Mitternachtsmesse begann also das Abenteuer "Vier-Berge-Lauf", in dessen Verlauf man eine ca. 50 Kilometer lange Strecke und an die 1.500 Höhenmeter bewältigt, mit dem Abstieg ins Tal, Es ging zügig dahin. Die Temperaturen waren angenehm, doch das sollte sich später ändern ...! Kurze Pause beim Fleißner und die erste kleine Stärkung für Hund und Mensch. Dann über den Glantalboden hin nach Pörtschach am Berg und kleinem Fitnesscheck: Kann ich diesmal weitergehen, weil jetzt doch eine relativ schwere Etappe wartet? Ich kann und beginne mit dem Aufstieg zum Ulrichsberg! Der Berg allgemein ist schwer, speziell der letzte Teil ist im Alleingang schon eine ziemliche Herausforderung, mit Hund an der Leine aber eine ganz besondere. Oben angekommen waren Pause, Stärkung und Wäschewechsel angesagt.

Wenn's steil hinauf geht, dann geht es auch steil hinunter und meine dauerhaften Schmerzen im Bereich der Ferse machten sich bemerkbar. Ich wurde aber bald davon abgelenkt, weil ich Günther, den Mann einer ehemaligen Arbeitskollegin im Bereich der Bischofsmesse traf. Hier verweilten wir ein wenig, um danach ein gutes Stück gemeinsam zu gehen. Bis hin nach St. Leonhard, wo die Firma Wech seit Jahren eine kräftige Jause spendiert. Ganz besonders neugierig machte mich allerdings die Hundejause, Carli natürlich noch mehr. Der Chef persönlich versorgte sie dann mit feinen Köstlichkeiten, wie Jausenbox und Jausenchips!

Die nächsten Kilometer zählen zu den schwierigsten, Höhenkilometer sammeln ist angesagt. Zuerst einmal der Anstieg von Leonhard bis Liemberg, wo es auf der großen Wiese eine Rast inklusive Stärkung gibt. Es sollte die letzte für heute sein, denn bedrohliche Wolken kommen immer näher. Wir steigen zum Veitsberg auf. Kurz bevor wir ganz oben sind ist es so weit, der Regen beginnt und sollte den Rest des Tages nicht mehr aufhören. Den Pilgerweg beenden, oder nicht, die Frage stellt sich am vorletzten Berg nicht mehr! Daher hin zum Kirchlein, welches dreimal umrundet wird, um im Inneren den Glockenstrick zu ziehen, in der Hoffnung, dass danach ein (geheimer) Wunsch in Erfüllung geht.

Die letzte Etappe bin ich - Wetter bedingt - etwas zügiger unterwegs, denn es wird kälter, ungemütlicher und - vor allem - dreckiger. Meine Hündin sieht fürchterlich aus und wirkt auch schon merklich ruhiger! Bald bemerke ich, dass ich meinen Regenschutz zerrissen und das "Berglerlaub" von meinem Stock verloren habe! Völlig durchnässt geht es also weiter nach Gradenegg und Sörg, die letzten Kilometer ab Fachau erscheinen endlos (das ist aber immer so). Erfreulich aber, leises Glockengeläut ist wahrzunehmen. Das Ziel wird greif- aber nicht sichtbarer, denn die sonst wunderschöne Landschaft hüllt sich in tiefes grau. Schemenhaft taucht dann aber doch der Lorenziberg auf - wir sind da!

Resume:
Es war nicht ganz sicher ob ich es schaffe, da sich meine Schmerzen beim Gehen (ewiges auf und ab) stärker als beim Laufen bemerkbar machen. Es war aber ein sehnlicher Wunsch wieder einmal dabei zu sein, den ich mir nun erfüllen konnte. Eine völlig neue Erfahrung war den 4BL in Begleitung eines Vierbeiners zu gehen. Das war und ist nicht immer leicht, speziell bei schwierigen Passagen. Bedingt dadurch, dass Carli überdurchschnittlich folgsam ist war es in Summe aber ein Vergnügen! Es war beeindruckend und hat sich mehr als gelohnt - tiefe Dankbarkeit erfüllt mich!


20160408_Vierbergelauf

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Montag, Dezember 16

"Der tut nix ...!"

Seit einigen Monaten ist Martin Rütter mit seiner Show "Der tut nix" in Deutschland und Österreich auf Tour, so zuletzt auch in Graz. Gemeinsam mit meiner Frau, unseren Töchtern und einem ihrer Freunde besuchten wir die Veranstaltung. Klar, hatte ich doch als Kind einen Hund (siehe Foto), dann später wegen unserer Kinder wieder einen und jetzt haben die selbst ihre Vierbeiner!

Es war eine sehr kurzweilige Show, die so manchen HundebesitzerInnen humorvoll den Spiegel vor Augen hielt, mit einem überragenden Hundetrainer, der es locker schaffte eine riesige Menschenmenge stundenlang zu unterhalten Im sehr kurzweiligen Programm gab es nicht nur eine Übersicht der Verhaltensweisen verschiedenster Rassen, sondern auch welche, die das Verhältnis zwischen Mensch und Hund darstellte. Und da ich mit diesen als Läufer oft - und mehr als mir lieb ist - in Kontakt komme, habe ich dazu so meine eigenen Erfahrungen!

"Der tut nix!", oder noch öfter "Meiner tut nix!" schallt es mir dann oft entgegen, wenn ich so meine Laufrunden ziehe. Sprüche also, die viele meiner läuferischen Leidensgenossen nur allzu gut kennen, die Hunde selbst deren Sinn aber nur selten verstehen und/ oder ignorieren. Wie folgendes, aktuelle Beispiel zeigt:

Ich im Alter von 5 Jahren mit meiner Hündin Asta
Ich lief eine schöne, lange Runde und war nur mehr ein paarhundert Meter vom Wohnhaus entfernt, als vor mir zwei Frauen gingen, ins Gespräch vertieft, der Hund freilaufend. Ich kam näher und der Hund lief auf mich zu. Spielen, oder beißen wollend war mir in dem Moment egal, er hatte meine Unterschenkel im Visier! Ich wehrte ihn jedenfalls ab und bat die Damen, die mich sowieso kaum wahrnahmen, den Hund an die Leine zu nehmen, wenn sich Läufer nähern. Die Antwort war: "Regn's ihnan nit auf, der tuat eh nix!", um dann noch zu erfahren an der Attacke selbst schuld zu sein. Wie kann ich einfach so daher laufen ohne mich schon hunderte Meter vorher bemerkbar zu machen?! Da macht sich bei mir Ratlosigkeit breit!

Das ist ein relativ harmloser Zwischenfall. Es gibt genügend deftigere Geschichten, die in Laufblogger-Kreisen immer wieder kursieren. Und man merkt, dass hier unterschiedliche Welten aufeinander treffen. Hunde sind sehr selten angeleint. Gesetzlich nicht ganz OK, kann man aber doch Verständnis aufbringen, denn sie brauchen ihren (kontrollierten!) Auslauf. Sie trifft auch keine Schuld, denn das Problem liegt zumeist bei den Besitzern, die ihre Lieblinge oft kaum beachten und diese höchst selten im Griff haben. Dabei wäre es so einfach, wenn ...

... Hundebesitzer folgende Anregungen beherzigen:
- nehmt eure Lieblinge an die Leine, wenn sich Läufer nähern. Zeigt diesen, dass ihr den Hund im Griff habt!
- berücksichtigt bitte, dass es Menschen gibt, die zum Teil panische Angst vor Hunden haben
- denkt daran, dass auch der bravste Hund unberechenbar sein kann (Beispiele gibt's genug)

... Läufer folgende Anregungen beherzigen:
- achtet auf den Besitzer. Denn quasselt dieser mit anderen oder telefoniert eifrig kann's gefährlich werden
- werdet langsamer und schaut dem Hund nicht in die Augen, sondern über ihn hinweg
- beschäftigt euch ein wenig mit der Körpersprache des Hundes. Die ist ziemlich aussagekräftig

Ein erträgliches Miteinander geht, wie Martin Rütter überzeugend darstellte!

Freitag, Januar 28

"Meiner tut nichts ...!"

Kennt ihr das? Kommt euch dieser Spruch bekannt vor?
Wie so oft, so gab es auch heute wieder einmal eine Begegnung der besonderen Art, die viele Läufer kennen und die etliche Blogfreunde bereits ausführlich beschrieben haben (so auch ich vor knapp zwei Jahren). Es geht um Hunde, bzw. um deren Besitzer!

Eigentlich wollte ich über dieses Thema nie mehr schreiben. Vielleicht tu ich's auch nur deshalb um hier ein wenig Dampf abzulassen. Denn folgendes ist passiert: Ich lief eine schöne, lange Runde und war nur mehr ein paarhundert Meter vom Haus entfernt, als vor mir zwei Frauen gingen, ins Gespräch vertieft, der Hund freilaufend. Ich kam näher und der Hund lief auf mich zu. Spielen, oder beisen wollend war mir in dem Moment egal, er hatte meine Unterschenkel im Visier! Ich wehrte ihn jedenfalls ab und bat die Damen, die mich sowieso kaum wahrnahmen, den Hund an die Leine zu nehmen, wenn sich Menschen nähern. Also schnell, laufend ..
Der Hammer war, dass ich erfahren musste an der Attacke selbst schuld zu sein und mich rechtzeitig bemerkbar machen müsste, wenn ich mich von hinten einem Hundebesitzer nähere. Na super! Dazu fiel mir nichts mehr ein. Wobei jedes Argument zwecklos gewesen wäre.

So weit, so gut! Das sind halt unterschiedliche Welten, die hier aufeinander treffen. Die Hunde trifft auch keine Schuld! Die wollen zumeist nur spielen. Aber dass die Besitzer in den seltesten Fällen kein Verständnis aufbringen irritiert mich. Gerade mich, als ehemaligen Hundebesitzer und der zwei Töchter mit Hunden hat, mit denen ich oft unterwegs bin.

Daher der Apell an Hundebesitzer:
- nehmt eure Lieblinge an die Leine, wenn sich Läufer nähern
- habt Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die Angst vor Hunden haben
- denkt dran, dass auch der bravste Hund unberechenbar sein kann

Dienstag, August 18

Hunde "on line?"


Am letzten Sontag gab es wieder einmal diese Begegnung der besonderen Art - Frauerl mit Hund! Die Leine hatte Frauerl in der Hand und an dessen Ende - nichts! Und der Hund in seinem Spiel- oder auch Jagdtrieb mit Vollgas auf mich zu. Frauerl ruft dann (im breiten Wiener Slang) locker zu mir: "Der tuat eh nix!"

So weit, so gut!

Nur hatte ich mit "Senta" ebenfalls einen Hund bzw. eine Hündin. Und ich will jetzt auch nicht so agieren wie jene Zeitgenossen, die als ehemalige Raucher zu militanten Nichtrauchern mutieren. Natürlich ist auch mein Hund zwischendurch frei gelaufen, obwohl ein mir nicht gut gesinnter Nachbar dies sehr oft zur Anzeige gebracht hat (und der Kerl dabei sogar mit seinem Auto nachgefahren ist). Die Polizisten rückten tatsächlich aus und verdonnerten mich zur Höchststrafe - 7,- (in Worten sieben) in bar!

Zurück zur Geschichte. Hündin Senta lief also auch immer wieder mal frei durch die Gegend. Klar! Aber, spätestens, wenn sich fremde Personen (vorwiegend Läufer, wie auch Spaziergänger) näherten, kam der Hund an die Leine. Lästig, aber wichtig! Warum?
- Weil viele Menschen panische Angst vor Hunden haben.
- Weil ein Hund immer unberechenbar ist!
- Weil fremde Menschen nie wissen, wie fremder Hund reagiert!

Kein Mensch ist fehlerfrei, aber ein gewisses Maß an Verantwortung für Hund und Mensch wäre wünschenswert! Gerade deswegen lege ich euch auch abschließend den dazu passenden Läufer-Knigge von "Runnersworld" ans Herz, mit dem §5 Hunde und Halter!